Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Vendela Vida

Weil ich zu spät kam

Roman

Cover: Weil ich zu spät kam

btb, München 2008
ISBN-10 3442752035
ISBN-13 9783442752034
Gebunden, 256 Seiten, 19,95 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Almuth Carstens. Nur wer seine Geschichte kennt, kann eine Zukunft haben. Eine aufregende neue Stimme aus Amerika. Aus der brodelnden New Yorker City ins kalte Herz des Nordens: Auf der Suche nach ihrem wahren Vater und den Gründen für das einstige Verschwinden ihrer Mutter macht sich die junge Clarissa Everton auf den Weg nach Lappland. Was sie dort, wo das Licht klar ist und die Kälte unerträglich schneidend, über ihren Vater, ihre Mutter und sich selbst erfährt, stellt ihr ganzes bisheriges Leben ebenso in Frage wie ihre Ziele und Wünsche für die Zukunft. Clarissa trifft die schwerste Entscheidung ihres Lebens. Und die leichteste. Ein Roman, der davon erzählt, dass man sich in seinem Leben, ganz gleich wie schlecht die Ausgangsbedingungen sind, immer entscheiden kann.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Vendela Vida: Weil ich zu spät kam - Leseprobe bei btb

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.07.2008

Die Untersuchung von Existenzen mit mehren Identitäten, die der Autorin am Herzen liegt und die sie mit "unheimlicher Beiläufigkeit" betreibt, gefällt Anja Hirsch ausnehmend gut. Imponiert hat ihr auch die erklärungsfreie, lakonische und griffige Prosa, mit der Vendela Vida ihre Ich-Erzählerin und die Figuren in dieser Geschichte einer familiären Spurensuche charakterisiert. Um so mehr nämlich fallen die Momente des Textes für sie ins Gewicht, in denen die Autorin durch einen abrupten Wechsel des Stils, eine Unterbrechung des Berichts ihrer Figur, zu kräftigen, verstörenden Bildern gelangt. Genau wie die Hauptfigur auf der Suche nach der Mutter in immer eisigere Gegenden vorstößt, empfindet Hirsch den Gang der Geschichte als zunehmend vereisend. Das von ihr ersehnte Märchenhafte stellt sich nicht ein, dafür jedoch eine Zusammenführung von Stoff und Raum, die Hirsch als "raffiniert" bezeichnet.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren