Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Deutschland wird unterwandert. Gewaltbereite Islamisten tarnen sich als friedliche Muslime, errichten ein geheimes Netzwerk und pflegen beste Beziehungen zur Al Qaida, Hamas, Hisbollah und anderen Terrorgruppen. Bestsellerautor Udo Ulfkotte hat erstmals dieses Netzwerk der Islamisten mithilfe exklusiver und brisanter Informationen von deutschen Sicherheitsbehörden enttarnt. Er nennt Namen von Personen, Familien und Organisationen, die zum Angriff auf unseren Rechtsstaat rüsten. Ihr Ziel: ein islamischer Gottesstaat.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.06.2004
Ziemlich fragwürdig erscheint Volker S. Stahr dieses Buch von Udo Ulfkotte, das er im Rahmen einer Mehrfachrezension von Publikationen zum Thema Islam in Deutschland bespricht. Die meisten der erschienen Bücher hält Stahr für wenig hilfreich, da sie nicht um wirkliche Aufklärung bemüht seien, Ängste schürten und oft Meinungen statt Fakten servierten. So auch Ulfkottes "Der Krieg in unseren Städten". Schon im Vorwort, wo der Autor vor einer Unterwanderung Deutschlands durch gewaltbereite Islamisten warne, bediene er eine weitverbreitete Feindbildmentalität, um dann im Folgenden ein bedrohliches Netz aus doktrinären Vereinigungen, Gewaltbereitschaft, Terrorzellen, Geldwäsche, Kriminalität und der Indoktrinierung von Kindern auszubreiten. Zwar weise Ulfkotte darauf hin, dass dieses Bild nicht repräsentativ für die Mehrheit der in Deutschland lebenden Muslime sei. Doch bleibe beim Lesen bleibt der Eindruck, dass jeder Muslim irgendwie im Terrornetz hänge - "eine in diesen Tagen gefährliche Tendenz", findet Stahr. Daneben kritisiert er methodische Mängel, vage Belege und "Insider"-Zitate.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 15.05.2003
Als Ärgernis bezeichnet Stefan Weidner in seiner Rezension dieses Buch. Durch eine einseitige Recherche, welche nur undurchsichtige Informationen aus Geheimdienstkreisen in Betracht zieht, kommt der Autor fragwürdigen, wenn nicht sogar absurden Schlüssen, so der Rezensent weiter. Als Gefahr für den "Rechtsstaat in seiner heutigen Form" bezeichnet Weidner die Forderungen, die Ulfkotte aus seinen Thesen ableitet, wie etwa die Möglichkeit zur Ausweisung bei einem begründeten Verdacht der Sympathie für extremistische Gruppen. Der wichtige ernsthafte Diskurs über das Problem des radikalen Islams sei durch die Provokationen des Autors sehr schwer geworden, so Weidner. Weiter rät er allen, die sich durch dieses Buch provoziert fühlen, sich "statt mit Paragraphen mit Argumenten zu wehren", um den Verkaufserfolg des Buches nicht noch zu verbessern und über die aufgeworfenen Zweifel erhaben zu sein.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 28.04.2003
Eberhard Seidel lässt kein gutes Haar an diesem Buch. Für den Rezensenten ist es "nichts weiter als eine ärgerliche Mogelpackung". Entgegen der Verlagsankündigung, wonach Udo Ulfkotte "erstmals" das Netzwerk der Islamisten in Deutschland "enttarnt" habe, suche der Leser vergebens nach Informationen, die über längst Bekanntes hinausgehen. Wodurch außerdem "bei unbedarften Lesern" wohl der Eindruck von Kompetenz erweckt werden solle, darin mag Seidel nur eine "berufsethische Bankrotterklärung" des Autors Ulfkotte erkennen: Der FAZ-Redakteur und Terrorismusexperte arbeitet, wie er in seinem Buch stolz verkündet, aufs engste mit verschiedenen Nachrichtendiensten zusammen und "im Nachwort dankt er dem bayrischen Innenminister Günther Beckstein für vertrauliche Gespräche und dem GSG-9-Gründer General Ulrich Wegener für Anregungen." So drängt sich, Seidel zufolge, bei der Lektüre dann auch nicht nur einmal der Eindruck auf, dass "da ein naiver Journalist der Desinformationspolitik der Nachrichtendienste auf den Leim gegangen ist."
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