Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Tiziano Terzani

Briefe gegen den Krieg

Cover: Briefe gegen den Krieg

Riemann Verlag, München 2002
ISBN-10 3570500349
ISBN-13 9783570500347
Gebunden, 220 Seiten, 16,90 EUR

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Klappentext

Die Diskussion um die Auseinandersetzung mit dem Terrorismus ist heute primär geprägt vom Machbarkeitsdenken. Verfügen die USA und ihre Verbündeten über die militärischen Mittel, um den Terrorismus niederzuringen, um die "Achse des Bösen" zu besiegen? Der langjährige Fernost-Korrespondent des "Spiegel", Tiziano Terzani, bringt eine in Vergessenheit geratene Dimension in die Diskussion. Mit seinen Briefen aus Indien, Pakistan und Afghanistan, die er in den Monaten nach dem 11. September schrieb, spricht er eine Ebene jenseits kurzsichtiger Tagespolitik an. Terzanis Plädoyer weist eindringlich darauf hin, dass der Westen letztendlich verlieren wird, wenn er für einen Sieg über den Terrorismus und die "Achse des Bösen" seine moralischen Prinzipien aufgibt. Jetzt ist der Augenblick gekommen, für die Werte einzutreten, an die wir glauben.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.10.2002

Der Spiegel-Journalist Tiziano Terzani hat seine "Briefen gegen den Krieg" vor allem gegen Oriana Fallaci geschrieben, die mit ihren "Hasstiraden" in ihrem Buch "Die Wut und der Stolz" zum Kampf gegen islamistische Terroristen aufruft, berichtet Thomas Speckmann. Zuvor hätten sich die beiden schon ein "vielbeachtetes Duell" in der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera geliefert. Für Terzani sei der 11. September vor allem Anlass, "Fragen zu stellen" und über Prävention nachzudenken. Für Terzani bedeute dass vor allem, über die eigenen Fehler nachzudenken und "Leidenschaften" wie Gier oder Eitelkeit abzulegen. Speckmann findet jedoch, dass in dem Buch ein Menschenbild entworfen und angestrebt wird, an dessen "Utopie" bereits "der Kommunismus gescheitert" sei. Er erwähnt auch, dass Terzani auf dem Himalaya lebt, während Fallaci, deren Thesen Speckmann auch nicht teilt, den 11. September immerhin hautnah miterlebt habe. Und was Terzanis "Mahnung zum Frieden" angeht, fällt dem Rezensenten vor allem auf, dass der Autor sich zwar seitenlang über die amerikanische Außenpolitik auslässt, sich zum aktuellen Vorgehen gegen den Terrorismus aber hartnäckig ausschweigt.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren