Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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- Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Thomas Frank
Arme Milliardäre!
Der große Bluff oder Wie die amerikanische Rechte aus der Krise Kapital schlägt
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von von Thomas Wollermann. Macht die Reichen noch reicher! Mit diesem Programm wird man mitten in der Krise keine Wähler gewinnen, möchte man meinen, und doch ist den US-Republikanern genau das gelungen: Breite Wählerschichten begeistern sich für eine Verschärfung der neoliberalen Wirtschaftspolitik, unter deren Folgen sie selbst am meisten leiden. Wer wissen will, wie politischer Populismus funktioniert, kann von Amerika lernen: Arbeiter, rettet den Kapitalismus! - das ist eine Umdeutung der jüngsten Geschichte, wie sie absurder nicht sein könnte. Warum funktioniert sie trotzdem? In hautnahen, ebenso gruseligen wie witzigen Reportagen beschreibt einer der brillantesten Journalisten Amerikas die rhetorischen Kniffe und Strategien, mit denen eine skrupellose Rechte die Sehnsucht nach der guten alten Zeit schürt und sich zugleich selbst als radikaler Reformer gebärdet.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 10.10.2012
Kaum jemand spreche von den Republikanern, klagt Rezensentin Christiane Müller-Lobeck etwas überraschend nach Monaten eines ausgiebigst verfolgten amerikanischen Vorwahlkampfs. Nun gut. Aber offenbar haben auch die etwas von Thomas Franks neuem Buch, die bereits ahnen, welch gespenstische Entwicklung die Republikaner mit der Tea Party in den vergangenen Jahren genommen haben. Frank beschreibt die Unverfrorenheit, mit der die Konservativen nach den verlorenen Wahlen ihrer bisherigen Politik noch eins draufsetzten. Anstatt kleinlaut die Verantwortung für die fehlgeschlagenen Kriege oder das kollabierte Finanzsystem zu übernehmen, gaben sie die Schuld denen, die nicht konservativ genug waren. Die Märkte waren nicht dereguliert genug! Die Politik nicht konservativ genug! Sehr dankbar ist die Rezensentin auch für die von Frank auf einer Tea-Party-Demo entdeckte Parole: "Deine Hypothek ist nicht mehr Problem."

Thomas Frank
Thomas Frank, Jahrgang 1965, ist ein amerikanischer Autor, Journalist und Kolumnist desHarper's Magazine und Wall Street Journal sowie Gründer von The Baffler. Er studierte in Kansas, Virginia und Chicago und ... mehr lesen














