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The Spoken Arts Treasury
100 american poets reading their poems
Klappentext
14 CDs mit insgesamt 860 Minuten Spielzeit. Mit einem Essay von Raoul Schrott und einem Bgeleitband (Künstlerbibliografie) von Ralph J. Poole. In dieser umfassenden Audio-Anthologie rezitieren die wichtigsten amerikanischen Dichter des 20. Jahrhunderts in chronologischer Reihenfolge eine Auswahl ihrer Werke. Lauschen Sie den Stimmen von Gertrude Stein, Robert Frost, Carl Sandburg, William Carlos Williams, Ezra Pound, H.D. (Hilda Doolittle), Marianne Moore, T.S. Eliot, Dorothy Parker, e.e. cummings, W.H. Auden, Allen Ginsberg, John Ashbery, Anne Sexton, Adrienne Rich, John Updike, Sylvia Plath und vielen anderen.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.07.2001
Willi Winkler eröffnet seine Kritik dieser 14 CDs mit der Entwicklung eines Stammbaums der amerikanischen Poesie von Ezra Pound und William Carlos Williams bis hin zu Bob Dylan und Allen Ginsberg. Zu finden sind die Dichter, lesend und vortragend, in dieser deutschen, um eine Einleitung durch Raoul Schrott ergänzten Ausgabe nach dem amerikanischen Original von 1970. Der Rezensent ist sichtlich begeistert von dem, was er da zu hören bekommt, er führt es dem Leser durchaus virtuos vor Ohren. Einen grundsätzlichen Einwand hat er dennoch: Zu verstehen sind die vorgetragenen Stücke, wie er bemängelt, kaum einmal, man wünscht sich ein ausführliches Booklet zum Mit- und Nachlesen. So nämlich, als reines Schall- und Klangereignis, bleibt diese Sammlung "für den schlichter gestrickten Leser leider ziemlich wertlos".
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 01.03.2001
Konrad Heidkamp spürt in seiner langen, eindrucksvollen Rezension vor allem dem Eindruck des Hörens nach, nach der Verbindung zwischen Stimme und Gedicht, aber auch der Verbindung zwischen Stimme und dem Bild, das der Hörer vom Dichter hat. Immer wieder beschreibt er die Stimmen der Autoren und wie sie sich für den Hörer aus "Lexikoneinträgen" wieder in Dichter verwandeln: "Hätte man diese braven Betonungen mit John Updike in Verbindung gebracht, mit Syliva Plath das leicht Arrogante - Schauspielerin ihrer eigenen Gedichte - mit Anne Sexton das fast bemüht Dramatische?" Er erzählt vom "von Gefühl bebenden" Delmore Schwartz, Kenneth Patchens "fransigem dunklen Ton", dem "eleganten" Langston Hughes, dem "schwer schnaufenden" Conrad Aitken und der "singenden arroganten Stimme" e.e.cummings. Aber auch über die Gedichte spricht Heidkamp, über die "hörbare Direktheit", die die amerikanische Poesie für ihn ausmacht. Diese Anthologie, in der kaum eine der literarischen Größen fehle, erdrückt einen förmlich durch ihren Umfang, schreibt Heidkamp zu Beginn seiner Rezension. Am Ende hat man das Gefühl, erdrückt zu werden sei ein sehr geringer Preis.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 05.10.2000
Vollkommen begeistert schreibt Rolf Michaelis vom Wagnis dieser Edition aus 14 CDs mit einem Raoul-Schrott-Essay und Bio-Bibliografie von Poole. Kein Archiv- oder Museumsprojekt ist das geworden, sondern hier sprechen die Dichter und Dichterinnen gewissermaßen in "Zwiesprache" miteinander und dem Lauscher ihrer Stimmen über alles, was sie in ihren Versen gesagt haben, "stockend und nuschelnd, fröhlich und traurig, jubelnd und trauernd". Rezensieren kann man das eigentlich kaum, man muss es hören, diese "Stimmenoper", so der überwältigte Rezensent.
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