Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Taras Grescoe

Der letzte Fisch im Netz

Wie wir die wichtigste Nahrungsquelle der Welt retten können - die Meere

Cover: Der letzte Fisch im Netz

Karl Blessing Verlag, München 2010
ISBN-10 3896673459
ISBN-13 9783896673459
Kartoniert, 559 Seiten, 19,95 EUR

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Klappentext

Wir ruinieren die wertvollste Nahrungsquelle des Planeten - die Meere - in selbst für Experten erstaunlichem Tempo, nicht zuletzt mit gnadenloser Überfischung. Ob Thun-, Hai- oder Schwertfisch, bis zu 80 Prozent des weltweiten Bestands an Speisefisch sind heute verschwunden, für Kabeljau hat sich ein lukrativer Schwarzmarkt etabliert, viele Küstenregionen erleben ihren ökologischen und finanziellen Niedergang. Taras Grescoe berichtet in "Der letzte Fisch im Netz" abermals aus dem Spannungsfeld zwischen Marktwirtschaft, Konsum und Umwelt. Er hat sich auf eine Reise um die sieben Weltmeere auf der Suche nach dem ethisch vertretbaren Fischteller gemacht. Von portugiesischen Sardinen über Marsailler Bouillabaisse zu Alaskaseelachs und Fischstäbchen, indischem Shrimp-Curry und Thunfisch-Sushi; ob Gourmettempel, Großmarkthalle oder Fast-Food-Filiale - Grescoe legt dar, wie der Fisch vom Wasser auf unseren Tisch kommt und was dabei falsch läuft.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Taras Grescoe: Der letzte Fisch im Netz - mehr zum Buch beim Blessing Verlag

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 18.03.2010

Katharina Granzin hat ein neues Genre ausfindig gemacht, das "kluge, gut geschriebene Reisesachbuch", in diesem Fall für den kritischen Konsumenten von Meerestieren. Der   Kanadier Taras Grescoe hat dafür auf vier Kontinenten Material gesammelt und so ein informatives und variantenreiches Kompendium zusammengetragen. Es ist von beträchtlichem Umfang, lässt sich aber quer oder in Häppchen lesen, da der Autor den Kern seiner Botschaft, nämlich mehr vom unteren Ende der Nahrungskette (das wären beispielsweise Quallen) zugunsten der oberen zu essen, in jedem Kapitel und an einem jeweils anderen Sachverhalt (der Auster oder der Sardine) neu entwickelt. Außerdem beleuchtet er seinen Gegenstand, das Meeresgetier, von möglichst vielen Seiten: Der Ökonomie, der Ökologie, der Kulinaristik oder der Sittenlehre, so Granzin.

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