Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Hans-Georg Noack. Buck Smith wächst auf einer Farm in Virginia, an der Ostküste der USA, auf. So oft er kann, ist er mit Tunes zusammen, deren Vater von afrikanischen Sklaven abstammt und auf der Smith-Farm arbeitet. Ihre Freundschaft ist so beständig wie Ebbe und Flut; oft sind Buck und Tunes in der Sumpflandschaft unterwegs: Dort kennen sie sich aus. Besonders die stille, in sich gekehrte Tunes ist in der Natur in ihrem Element. Doch Buck spürt Veränderungen. Vor allem, seit um Tunes Gerüchte entstanden sind, sie hätte ein Verhältnis mit dem schwarzen Arbeiter Jorge. Und plötzlich ist nichts mehr wie vorher, denn Buck findet Jorges Leiche im Wasser und der Verdacht fällt auf Tunes. Buck setzt alles daran, die Unschuld seiner Freundin zu beweisen?
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 06.07.2000
"Stoff, aus dem gute Filme sind" lobt Siggi Seuss dieses Buch und fühlt sich an Stephen Kings Erzählung "Die Leiche" und Rob Reiners Film "Stand by me" erinnert. Zwar spielt das Buch in Virginia und in den 90ern, berichtet Seuss, aber es findet sich dort ebenfalls eine Leiche, die die Kindheit und Freundschaft zwischen einem weißen Farmerssohn und der Tochter eines schwarzen Vorarbeiters unwiederbringlich zu Ende gehen lässt. Weil der Protagonist aus der Rückblende erzählt, verdichtet sich seine Erzählung zu einem inneren Monolog, der die äußere Dramatik filtert - was Seuss zu seiner Bemerkung über den Filmstoff veranlasste. Das überraschende Ende wollte uns der Rezensent nicht verraten - jedenfalls kein filmreifes Happy end.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.06.2000
Sybil Gräfin Schönfeldt lobt diese "mit großer Kunst und Leidenschaft" erzählte Geschichte in mehrfacher Hinsicht. Zum einen begeistert sie sich für die Schilderung einer zunächst glücklichen Freundschaft zweier ganz unterschiedlicher Kinder. Zum anderen zeige die Autorin mit aller Deutlichkeit die nach wie vor bestehende Kluft zwischen Weißen und Schwarzen auf. Und nicht zuletzt zeigt sich die Rezensentin beeindruckt von der mit "herzzerreißender Spannung" geschilderten Ausweglosigkeit und dem Konflikt des Jungen, sich zwischen der Wahrheit und einem Versprechen entscheiden zu müssen. Dass die Autorin auch aufzeigt, dass es Verletzungen im Leben gibt, "die man niemals vergessen kann, die man niemals überwindet", gehört für die Rezensentin zu den ausgemachten Stärken dieses Buches.
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