Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Suzanne Fisher Staples

Still wie der Sturm

(Ab 12 Jahre)

Cover: Still wie der Sturm

Sauerländer Verlag, Frankfurt am Main 2000
ISBN-10 3794142810
ISBN-13 9783794142811
gebunden, 229 Seiten, 15,31 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Hans-Georg Noack. Buck Smith wächst auf einer Farm in Virginia, an der Ostküste der USA, auf. So oft er kann, ist er mit Tunes zusammen, deren Vater von afrikanischen Sklaven abstammt und auf der Smith-Farm arbeitet. Ihre Freundschaft ist so beständig wie Ebbe und Flut; oft sind Buck und Tunes in der Sumpflandschaft unterwegs: Dort kennen sie sich aus. Besonders die stille, in sich gekehrte Tunes ist in der Natur in ihrem Element. Doch Buck spürt Veränderungen. Vor allem, seit um Tunes Gerüchte entstanden sind, sie hätte ein Verhältnis mit dem schwarzen Arbeiter Jorge. Und plötzlich ist nichts mehr wie vorher, denn Buck findet Jorges Leiche im Wasser und der Verdacht fällt auf Tunes. Buck setzt alles daran, die Unschuld seiner Freundin zu beweisen?

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 06.07.2000

"Stoff, aus dem gute Filme sind" lobt Siggi Seuss dieses Buch und fühlt sich an Stephen Kings Erzählung "Die Leiche" und Rob Reiners Film "Stand by me" erinnert. Zwar spielt das Buch in Virginia und in den 90ern, berichtet Seuss, aber es findet sich dort ebenfalls eine Leiche, die die Kindheit und Freundschaft zwischen einem weißen Farmerssohn und der Tochter eines schwarzen Vorarbeiters unwiederbringlich zu Ende gehen lässt. Weil der Protagonist aus der Rückblende erzählt, verdichtet sich seine Erzählung zu einem inneren Monolog, der die äußere Dramatik filtert - was Seuss zu seiner Bemerkung über den Filmstoff veranlasste. Das überraschende Ende wollte uns der Rezensent nicht verraten - jedenfalls kein filmreifes Happy end.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.06.2000

Sybil Gräfin Schönfeldt lobt diese "mit großer Kunst und Leidenschaft" erzählte Geschichte in mehrfacher Hinsicht. Zum einen begeistert sie sich für die Schilderung einer zunächst glücklichen Freundschaft zweier ganz unterschiedlicher Kinder. Zum anderen zeige die Autorin mit aller Deutlichkeit die nach wie vor bestehende Kluft zwischen Weißen und Schwarzen auf. Und nicht zuletzt zeigt sich die Rezensentin beeindruckt von der mit "herzzerreißender Spannung" geschilderten Ausweglosigkeit und dem Konflikt des Jungen, sich zwischen der Wahrheit und einem Versprechen entscheiden zu müssen. Dass die Autorin auch aufzeigt, dass es Verletzungen im Leben gibt, "die man niemals vergessen kann, die man niemals überwindet", gehört für die Rezensentin zu den ausgemachten Stärken dieses Buches.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren