Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ruth May

Planstadt Stalinstadt

Ein Grundriss der frühen DDR - aufgesucht in Eisenhüttenstadt

Informationskreis für Raumplanung, Dortmund 1999
ISBN-10 3882111135
ISBN-13 9783882111132
broschiert, 471 Seiten, 32,72 EUR

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Klappentext

Stalinstadt, später wieder in Eisenhüttenstadt umbenannt, ist eine geplante Industriestadt südlich von Frankfurt an der Oder. Stalinstadt sollte als die "erste sozialistische Stadt" Deutschlands gelten. In der vorliegenden Studie wird die Gründung dieser Stadt als als ein bedeutendes Zeugnis der Zeit zwischen 1950 und den frühen sechziger Jahren dargestellt. Die Konzeption und Planung der neuen Stadt wird eingebettet in den sozialen, politischen und kulturellen Kontext der frühen DDR.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 22.04.2000

In einer Doppelrezension bespricht Robert Kaltenbrunner zwei Bücher, die sich mit Stadtplanung in der DDR befassen und dabei auch die Entscheidungsprozesse, politischen Hintergründe und die Handlungsfreiheit der beteiligten Personen beleuchten.
1) Ruth May: "Planstadt Stalinstadt. Ein Grundriss in der frühen DDR - aufgesucht in Eisenhüttenstadt".
"Überaus gelungen" findet Robert Kaltenbrunner diesen Band, allerdings erläutert er im weiteren Verlauf der Rezension diese Bewertung nicht näher, sondern wirft einen Blick auf die Themen, mit denen sich die Autorin beschäftigt: So erfährt man unter anderem, dass die Anlage der Stalinstadt "unverkennbar Anleihen nimmt bei den ästhetischen Grundsätzen des Barock", und dass bei der Planung der Entwurf von Kurt W. Leucht den Zuschlag erhielt, der schon unter den Nazis tätig war. Sozialistische Mitbewerber, die sogar im Konzentrationslager gewesen waren, konnten sich dagegen nicht durchsetzen - ein Zynismus, den die Autorin ausdrücklich anklagt, so der Rezensent. Dass die Stalinstadt über "spezifische Qualitäten" verfügt, die der Stadt etwas recht Lebendiges geben, wie die Autorin behauptet, will Kaltenbrunner nicht bestreiten. Bedauerlich findet er allerdings, dass man dies keineswegs verallgemeinern könne, angesichts der städtebaulichen "Hinterlassenschaften" der DDR.
2) Hrsg. von Holger Barth "Planen für das Kollektiv. Handlungs- und Gestaltungsspielräume von Architekten und Stadtplanern in der DDR".
Robert Kaltenbrunner hebt vor allem den Beitrag von Bruno Flierl hervor, der darauf hinweist, dass die Städte in der DDR ursprünglich von innen nach außen umgestaltet werden sollten. Honecker habe jedoch nach seinem Amtsantritt einen Strategiewechsel vorgenommen: Wohnungen wurden am Stadtrand gebaut, die Innenstädte wurden vernachlässigt - mit Folgen bis heute. Des weiteren erfährt man in Kaltenbrunners Rezension, dass die Moskauer "16 Grundsätze des Städtebaus" in diesem Band genauer erläutert werden. Die Thematik scheint Kaltenbrunner durchaus interessant zu finden. Wie er aber die Qualitäten dieser Abhandlung beurteilt, erfährt man allerdings nicht in dieser Rezension.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

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19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

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12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren