Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Richard Raatzsch
Philosophiephilosophie
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 30.11.2000
Die Entspannung, die dieses Buch für philosophisch Abgebrühte dem Rezensenten zunächst beschert, währt nicht lang. Die vermittelte beruhigende Einsicht, dass es den Gipfel der Erkenntnis als die eine, die "wahre Philosophie", nicht gibt, schreibt Martin Seel, werde vom Autor so weit getrieben, dass der Konflikt zwischen unterschiedlichen philosophischen Arbeitsweisen nachgerade unverständlich werde. Warum Seel letztlich dennoch von einem "subtilen wie witzigen Essay" sprechen kann, ist indes nicht ganz einsichtig - vielleicht, weil untergründiger Witz und Plausibilität einander nicht ausschließen.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.10.2000
Besonders begeistert scheint Gustav Falke nicht von diesem Buch zu sein. Zunächst erläutert er, dass es dem Autor darum geht, die Möglichkeiten verschiedener Perspektiven beim Blick auf das "Ganze der Wahrheit" auch auf die "philosophischen Lehren selber" anzuwenden und damit in den Relativismus einzuführen. Was dieses "Ganze" ist, hätte Falke aber doch gerne genauer erläutert gesehen, ebenso eine ausführlichere Behandlung der Frage, wie es überhaupt zu Perspektiven kommt. Zwar führe der Autors Aspekte wie "Wahl und Sprung und biographischem Zufall" an. Dies reicht Falke jedoch nicht aus, und so stellt er seinerseits die Frage, ob man Perspektiven selber wählen kann, wie viele es denn überhaupt geben mag und ob die "Fähigkeit zur Perspektivübernahme" erlernbar ist.
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Von Lesern empfohlene Bücher
Lukas Hartmann: Räuberleben
Geächtet, verteufelt, gejagt das ist das Schicksal des Räuberhauptmanns Hannikel und seiner Familie. Ein historischer ...
Theodor W. Adorno: Philosophie und Soziologie (1960)
Herausgegeben von Dirk Braunstein. Die Vorlesung über "Philosophie und Soziologie" aus dem Sommersemester ...
Archiv: Bücherschauen
Krisen des modernen Ichs
26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3
07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen
Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen







