Reinhard Mehring (Hg.)

Carl Schmitt: Der Begriff des Politischen

Ein kooperativer Kommentar
Cover: Carl Schmitt: Der Begriff des Politischen
Akademie Verlag, Berlin 2003
ISBN 9783050036878
Kartoniert, 251 Seiten, 28,80 EUR

Klappentext

Wenige Autoren wurden in den letzten Jahren so intensiv und extensiv diskutiert wie Carl Schmitt. Man rekonstruierte das Werk detailliert in seinen Brüchen und Kontinuitäten und ordnete es eingehend in den historischen Kontext der Zeit ein. Schmitt wurde als Akteur entdeckt. Der vorliegende kooperative Kommentar will zur theoretischen Auseinandersetzung zurückführen, indem er dessen Schlüsselschrift "Der Begriff des Politischen" in ihrer internen Kohärenz und Systematik prüft und ihre Reichweite auslotet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 30.10.2003

Hauke Brunkhorst findet es lobenswert, den Text Carl Schmitts über den "Begriff des Politischen" noch mal einer Prüfung zu unterziehen, weshalb er die Herausgabe mit einem Kommentar von verschiedenen Autoren nachdrücklich begrüßt. Die Ausgabe des Textes, der als "Schlüssel zum Gesamtwerk" Schmitts gilt, stützt sich auf die Publikation von 1963, die sich von der Fassung von 1932 im wesentlichen nur durch ein neues Vorwort abhebt, informiert der Rezensent. Er weist auch darauf hin, dass es für Carl Schmitt nicht schwierig war, seinen Text 1933 "dem Führer auf den Leib zu schneidern". Insbesondere Schmitts Vorstellung einer "völkerrechtlichen Großraumlehre", die angesichts des 11. September wieder als "aktuell betrachtet wird", gehorcht apologetischen Zwecken, meint der Rezensent, der aber auch betont, dass die Kommentatoren Markus Llanque und Herfried Münkler die These Schmitts, mit dem "Faschismus beginne die Entstaatlichung des Politischen" für zutreffend halten. Nach Brunkhorst hält Schmitts Begriff vom Politischen der Prüfung nach seinem "sachlichen Gehalt" jenseits des Polemischen genauso wenig stand, wie es seinen "begriffsgeschichtlich revolutionär inszenierten Anspruch" einlösen kann. Dieses Scheitern am Text aufzuzeigen, würdigt der Rezensent als Leistung der Kommentare.

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