Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
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Aus dem Archiv
- Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Der Feminismus hat als revolutionäre Bewegung unsere Gesellschaft verändert. Er forderte die Gleichberechtigung der Frauen und hat zweifelsohne viel erreicht. Aber jetzt ist er in der Sackgasse. Ohne einen Beitrag der Männer kann sein Ziel nicht erreicht werden. Es ist daher höchste Zeit, dass Männer über sich nachdenken und ihre eigenen Ansprüche an eine antisexistische Gesellschaft formulieren. Wenn sie endlich reden und wir endlich zuhören, erfahren wir, dass Männer im Alter bedauern, zu wenig Zeit mit ihren Kindern verbracht zu haben. Sie haben sich zu stark über ihre Arbeitsleistung verstanden und zu wenig auf sich geachtet. Nun wollen sie sorgsamer mit sich selbst umgehen, fordern das Recht auf ein karrierefreies Leben, das Recht auf Krankheit, das Recht auf eine geehrte Sexualität jenseits von Diffamierung und Kapitalisierung. Männer sollen die Möglichkeit haben, das Leben zu wählen, das sie sich wünschen, statt sich in allen Kontexten aufs reine Funktionieren reduzieren zu lassen.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Bönt, Ralf: Das entehrte Geschlecht - Leseprobe beim Pantheon Verlag
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.03.2012
Verena Mayer nimmt zunächst zur Kenntnis, dass sich Ralf Bönts Männer-Manifest kurzweilig lesen lässt und er darin auch nicht mehr will, als der Hälfte der Gesellschaft zusteht, sprich besseren Sex, ein Recht auf ein Leben auch ohne Karriere und Teilzeitmöglichkeiten bei der Arbeit, um sich um die Kinder kümmern zu können. In seinem "locker-feuilletonistischen" Ton wirkt das Ganze auch wegen seiner Themenvielfalt wie eine "Gala" für Männer, meint Mayer, die das völlig in Ordnung findet. Allerdings wird sie im Laufe der Lektüre immer unsicherer, was oder wen der Autor eigentlich mit seinem Manifest erreichen will, das wegen der darin waltenden Larmoyanz vielleicht auch gar keines ist, wie die Rezensentin zweifelnd feststellt. Und richtig doof wird es in ihren Augen, wenn Bönt gegen den Feminismus zu wettern beginnt, der bei ihm undifferenziert über einen Kamm geschoren wird, als alleinige Protagonistin Alice Schwarzer zu kennen scheint und sich hier auch nur auf einen einzigen Emma-Kommentar stützt.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 07.03.2012
Katrin Schuster kann mit Bönts Manifest für den entehrten Mann absolut nichts anfangen und tut alles dafür, diesen antifeministischen Ball so heftig wie möglich abzuschmettern. Bönt stelle Männer als missverstandene Weltverbesserer dar, die die Frauen auch noch im Kampf gegen das männliche Geschlecht unterstützen, lässt uns die Rezensentin wissen, die sich aber nicht lange damit aufhält, Bönts "kruder" Sicht der Dinge größeren Plätz einzuräumen. "Eine peinliche Ansammlung hinkender Vergleiche, falscher Behauptungen und rhetorischer Aggressionen" sieht die Rezensentin in dem Buch und macht sich prompt über zahlreiche kurze Zitate daraus her,wie etwa dem "grünen und feministischen Faschismus".

Ralf Bönt
Ralf Bönt wurde 1963 in Lich geboren, wuchs auf in Bielefeld. Er war Autoschlosser, studierte Physik, promovierte 1993 bei Harald Fritzsch in München. Danach Forschungsaufträge, unter anderem am CERN in ... mehr lesen
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Lemony Snicket: Das erstaunliche Ende
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Schröder, Kristina / Waldeck, Caroline: Danke, emanzipiert sind wir selber. Abschied vom Diktat der Rollenbilder


Piper Verlag, München 2012, ISBN 3492055052, Kartoniert, 239 Seiten, 14,99 EUR
Kristina Schröder hat Karriere gemacht und gerade ein Kind bekommen. Steht sie deshalb für ein Leitbild, an dem junge Frauen sich orientieren sollen? Nein, sagt sie, die Frauen von heute brauchen keine Leitbilder! Feministinnen machen den gleichen Fehler wie die Strukturkonservativen auf der anderen Seite des politischen Spektrums: Beide schreiben... mehr lesen
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Albrecht Knaus Verlag, München 2012, ISBN 3813504522, Gebunden, 175 Seiten, 16,99 EUR
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Hartmann, Kathrin: Wir müssen leider draußen bleiben. Die neue Armut in der Konsumgesellschaft


Karl Blessing Verlag, München 2012, ISBN 3896674579, Kartoniert, 416 Seiten, 18,95 EUR
Immer mehr Bürger in Deutschland sind vom wirtschaftlichen Reichtum des Landes ausgeschlossen. Nicht nur Arbeitslose oder Rentner, auch viele Menschen, die sich in einer Endlosspirale von Billigjobs und Zeitarbeit befinden. Früher konnten sie sich nicht nur der sozialstaatlichen Unterstützung, sondern auch einer gewissen Solidarität sicher sein.... mehr lesen
Matt, Peter von: Das Kalb vor der Gotthardpost. Zur Literatur und Politik der Schweiz


Carl Hanser Verlag, München 2012, ISBN 3446238808, Gebunden, 368 Seiten, 21,90 EUR
Peter von Matt liebt die Schweiz, ein Land zwischen Idylle und Globalisierung, zwischen alpiner Tradition und Hightech-Tunnel. Reich an Bildern und Weisheit, mit Witz und kämpferischer Vehemenz wirft er aber auch einen kritischen Blick auf die Gesellschaft: Auf ihren schludrigen Umgang mit der Sprache oder die Abschottung gegen Einwanderer. Mit deutschen... mehr lesen
Bötticher, Astrid / Mareš, Miroslav: Extremismus. Theorien - Konzepte - Formen


Oldenbourg Verlag, München 2012, ISBN 3486597930, Taschenbuch, 473 Seiten, 39,80 EUR
Diese umfassende Einführung in den politischen Extremismus geht über eine reine Schilderung der unterschiedlichen Arten des Extremismus weit hinaus. Vielmehr bieten die Autoren einen systematischen Zugang zur Thematik und untersuchen die wesentlichen Fragestellungen. Die Darstellung der Forschungslandschaft und aktueller Konzepte, Theorien... mehr lesen
Fuchs, Christian / Goetz, John: Die Zelle. Rechter Terror in Deutschland


Rowohlt Verlag, Reinbek 2012, ISBN 3498020056, Gebunden, 272 Seiten, 14,95 EUR
Das Buch erzählt die Geschichte der Zwickauer Terrorzelle, die sich "Nationalsozialistischer Untergrund" nannte. Es rückt nah heran an die Biografien von Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe. Die Autoren beschreiben, wie aus drei ostdeutschen Mittelschichtskindern rechtsextreme Terroristen werden konnten, die über ein Jahrzehnt... mehr lesen










