Aus dem Französischen von Caroline Vollmann. In einem roten Kleid sitzt eine Frau in einer Bar. Neben ihr ein Mann im Anzug und mit Hut. Der Barkeeper hinter dem Tresen beobachtet das Paar. Etwas entfernt, im Halbdunkel, der Rücken eines Mannes. Eine Frau und drei Männer. Schweigen. Gesenkte Blicke. Was ist geschehen? Philippe Besson schildert die fiktive Geschichte hinter dem berühmtesten Gemälde von Edward Hopper "Nighthawks".
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.09.2007
Rezensent Thomas Laux ist von der atmosphärischen Dichte dieses Buches sehr angetan. Das Edward-Hopper-Bild auf dem Cover zeige schon die emotionale Richtung an, in die der Autor Philippe Besson mit diesem in Neuengland angesiedelten Roman gehe und die er bis zur letzten Szene auf sehr überzeugende Weise durchhalte: "Das Ganze gerät schließlich zu einem Kammerstück der unausgesprochenen Dinge". Weil so viel geschwiegen wird - ein allwissender Erzähler informiert den Leser über minimale emotionale Veränderungen bei den Figuren - bekommen die wenigen gesprochenen Worte besonders viel Gewicht. Laux zeigt sich jedenfalls sehr beeindruckt davon, wie Besson "mit seinen konsequent reduzierten Stilmitteln eine leichte Dauerspannung erzeugen kann".
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