Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Ein banaler Vorgang, den jeder kennt: Paul Schrimm ist das Opfer, Straßen, Gassen und Terrassen sind die Tatorte und der Täter lauert überall. Norman Junges Dramaturgie ist raffiniert, seine Ausschnitte und Draufsichten verraten den Filmprofi. Sein Thema ist oft das Absurde, seine Figuren haben etwas Verlorenes und Melancholisches. Das macht ihn zu einem idealen Illustrator für Morgenstern, dessen grotesk-komische Einfälle er in verblüffende Bilder umsetzt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.11.2000
Dieser "Film zum Nachblättern", so Rezensent Andreas Obst zu Norman Junges Bebilderung des Morgensternschen Sechszeilers über den Schnupfen, fordert Bildung. Nötig ist ein gewisses Maß an Verständnis nicht etwa, um zu verstehen, dass der Schnupfen ein "böser Wicht" ist, sondern, so Andreas Obst, "wie Dichterwitz Zeichenkunst wird". Wo in dem Büchlein die Parallelen zum Film zu sehen sind, wie sich Haupt- und Nebenschauplatz, Totale und Nahaufnahme in den fünfzehn Zeichnungen erkennen lassen und dass die Linien "dramatisch expressionistisch" fallen, wie Obst uns lehrt, scheint indes geradezu Fachwissen vorauszusetzen. Nicht eben die Regel bei Kindern ab sechs, sollte man meinen.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 19.10.2000
In ihrer Kurzkritik zeigt sich Susanne Mayer beeindruckt, dass es jemand vermag, etwas so unbeschreib- und malbares wie Rotz aufs Papier zu bringen. Der Illustrator des Morgenstern-Gedichts vom Schnupfen, dem solches wohl gelungen ist, erringt damit ihre uneingeschränkte Hochachtung. Die Rezensentin charakterisiert das Buch als "Kinderbuch ohne Kuschelecke", so kühl seien die Bilder in ihren Blautönen und der "fein schraffierten Düsternis" und bescheinigt dem Zeichner, der mehr als nur ein "lustiges Buch" geschaffen habe, "Klasse".
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