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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Nicky Singer

Norbert Nobody oder Das Versprechen

(Ab 12 Jahre)

Cover: Norbert Nobody oder Das Versprechen

dtv, München 2002
ISBN-10 3423707321
ISBN-13 9783423707329
Taschenbuch, 248 Seiten, 9,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn. Robert ist nicht gerade das, was man einen Draufgänger nennt. In der Schule wird er sogar Norbert der Niemand, der Feigling, der Verlierer genannt. Umso erstaunter ist er, als sich die alte Edith Sorrell ausgerechnet für ihn entscheidet. Und dann nötigt sie ihm auch noch das Versprechen ab, nach Chance House zu gehen. Robert hat das Gefühl, mal wieder überrumpelt worden zu sein. Trotzdem macht er das Haus ausfindig. Denn Edith hat ihn wissen lassen, dass er dort etwas finden werde. Etwas Großes und Kraftvolles. Und dass er ein Junge sei, der fliegen kann. Einer, der alles Wirklichkeit werden lassen kann, wenn er es nur will.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.04.2003

Mitreißend erzählt findet Anne Overlack diesen Jugendroman über einen ausgegrenzten, ängstlichen Jungen, der sich, wie wir lesen, im Verlauf der Erzählung von seinen Ängsten und dem erdrückenden Unterlegenheitsgefühl befreien kann. Als Schlüsselerlebnis beschreibt die Rezensentin eine Begegnung des Jungen mit der sterbenden Bewohnerin eines Altenheims, die ihn auf eine Reise zu sich selber schickt. Fantasievoll, aber nie fantastisch, traurig und doch voller Trost erschien der Rezensentin die Geschichte dieses Jungen, der fliegen könne und auch die alte Frau ein letztes Mal fliegen lasse. Die Autorin wird als souveräne Erzählerin hoch gelobt, die leichthändig und mit warmem Blick auf ihre Figuren schreibe.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.12.2002

Hilde Elisabeth Menzel wünscht diesem "bewegenden" Jugendroman von Nicky Singer viele Leser. Ihr sagt die Mischung aus "trocken-lapidaren, selbstironischen Kommentaren, hoch emotionalen Passagen und magischen Elementen" zu, die die Geschichte von dem gepiesackten Norbert Nobody und der Überwindung seiner Ängste "unter Spannung" hält. Neben der Begabung der Autorin für authentische und treffende Charakterdarstellungen hebt Menzel auch die "dramaturgisch raffinierte" Konstruktion der Erzählung hervor, die nicht mit ungewöhnlichen Elementen geizt und sich so "spannend und suggestiv" zugleich liest.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 28.11.2002

"Erstaunlich", schreibt Iris Mainka über Nicky Singers Jugendbuch, "aus Zutaten, die sich allenfalls für ein gutgemeintes, ein bisschen langweiliges Lehrbuch zu eignen scheinen, macht sie eine Geschichte, der es an nichts fehlt". Die Geschichte von Robert Nobel, dem Ich-Erzähler und 12-jährigen Underdog, seine Freundschaft mit der alten, etwas verrückten Edith und sein Kampf gegen den Jungen, der ihn unterdrückt, erzählt Singer in einem "lakonischen Stil", der weder Witz, noch Weisheit, Magie oder Spannung vermissen lasse, jubelt die Rezensentin. Nicky Singer hat ihren Sohn als Testleser engagiert, und der habe, so Mainka, einen sehr guten Job gemacht. Alles in allem, ein "zutiefst ermutigendes Buch" für alle Underdogs und Außenseiter.

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