Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.01.2001
Klara Obermüller ist enttäuscht. Nadine Hostettlers fünf Erzählungen über angepasste und unangepasste Menschen in Biel und Umgebung könnten so spannend sein, wenn die Autorin sich nicht dafür entschieden hätte, ihre Figuren schematisch und klischeebehaftet vorzuführen, urteilt die Rezensentin. Überraschungen im Handlungsverlauf seien hier ausgeschlossen. Schade eigentlich, meint Obermüller, denn die Schriftstellerin und Journalistin Hostettler erzähle grundsätzlich spannungs- und pointenreich und verstehe sich durchaus auf Charakterskizzen und Milieuschilderungen.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.08.2000
Zwischen Dürrenmatt und Otto F. Walter, zwischen Güllen und Jammers verortet Roman Bucheli das Erzähldebüt der 1959 geborenen Autorin. In fünf andeutungsweise miteinander verbundenen Episoden beschreibt sie das Leben in der Provinz zu einer Zeit, als man noch mit Kommunistenhatz und Bilderstürmerei beschäftigt war. Die von Hostettler gezeichneten Figuren lässt Bucheli als nuancenreich gelten, den ausgeleuchteten gesellschaftlichen oder politischen Hintergrund empfindet er als zu schematisch. Die eigentliche Krux sieht Bucheli jedoch in der Unentschiedenheit der Autorin, die sich nicht entscheiden konnte, ob sie Milieustudien betreiben oder parodistische Parabeln schreiben wollte. Dennoch, so Bucheli, ein vielversprechendes Debüt.
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