Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Max Hirschberg

Jude und Demokrat

Erinnerungen eines Münchener Rechtsanwalts 1883 bis 1939

Oldenbourg Verlag, München 1998
ISBN-10 348656367X
ISBN-13 9783486563672
gebunden, 334 Seiten, 44,99 EUR

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Klappentext

Von Anfang an Anhänger der Weimarer Republik, wird Hirschberg rasch zum gesuchten Strafverteidiger, besonders in politischen Fällen. Als Jude und Demokrat schon in den 20er Jahren geschmäht, zählt er bereits 1933 zu den Verfolgten des NS-Regimes. Der engagierte Sozialdemokrat und Hitlergegner ist 1933 der erste prominente "Schutzhäftling" in München. Er schildert seine dramatische Flucht ins Exil, zunächst Italien, 1939 New York.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.04.2000

Cornelius Simons nutzt die Besprechung vor allem, um den Lebensweg Max Hirschbergs zu skizzieren. Hirschberg, Sohn eines jüdischen Kommerzienrats, hatte sich in der Weimarer Republik als Rechtsanwalt einen Namen gemacht u.a. beim Landesverratsprozess gegen Felix Fechenbach, einem Mitarbeiter Kurt Eisners und beim `Dolchstossprozess`, in dem Hirschberg die `Münchner Post` gegen den Vorwurf der `Pressebeleidigung` verteidigte, nachdem sie eine Darstellung des `Dolchstosses` als "Geschichtsfälschung" bezeichnet hatte. Nach seiner Verhaftung durch die Nazis gelang Hirschberg die Flucht nach Italien und später in die USA, wo er 1964 starb. Seine Erinnerungen lobt Simons als "schnörkellos geschrieben und unterhaltsam zu lesen". Auch habe Hirschfeld eine äußerst klare Art sich auszudrücken - so nennt er etwa Kaiser Wilhelm II. einen `ungewöhnlich dummen Psychopathen`. Simons würdigt Hirschberg als "gebildeten, weitsichtigen Mann", der mit dieser Ausgabe sein "verdientes Denkmal erhalten" hat.

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Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

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12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

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