Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Margrit Schiller

Es war ein harter Kampf um meine Erinnerung

Ein Lebensbericht aus der RAF

Cover: Es war ein harter Kampf um meine Erinnerung

Konkret Literatur Verlag, Hamburg 1999
ISBN-10 3894581816
ISBN-13 9783894581817
broschiert, 272 Seiten, 19,94 EUR

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 24.02.2000

Iris Radisch äußert sich recht befremdet über diese Memoiren einer RAF-Terroristin "aus der zweiten Reihe", die 1979 aus dem Gefängnis entlassen wurde und heute in Uruguay lebt. Mit Interesse zeichnet sie Schillers Lebensweg nach - aus den engen familiären Verhältnissen hin zur "politischen Romantik" des Terrors. Aber dabei schwärme die Erinnerungsschreiberin noch heute von den aufgeregten Diskussionen mit den Meinhofs und Baaders, denen sie Anfang der siebziger Jahre in ihrer Wohnung Unterschlupf bot, und scheint, so Radisch, immer noch nicht so recht verstanden zu haben, worin das Verbrechen des Terrorismus eigentlich gelegen haben soll. Ausführliche Passagen widme sie den harten Bedingungen ihrer Gefängnishaft, "aber sie bedauert noch immer nicht die Toten".

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.12.1999

Willi Winkler holt weit aus, um Schiller?s "Lebenbericht aus der RAF", herausgegeben von Jens Mecklenborg, einzuordnen. Er zählt auf, was wir von der ersten RAF-Generation wissen können und woher, erwähnt neben den "brutalen Stummelreden" der Kassiber und den Massen von Gerichtsprotokollen auch die Lebensbeschreibung Inge Viett?s. Winklers Neugier gilt dem "Innenleben der terroristischen Vereinigung", sein Fazit dazu: die Autorin hat "erstaunlich wenig über die RAF mitzuteilen".Die Autorin wird kritisch-mitleidig als Mitläuferin bezeichnet, die - zweimal verhaftet und verurteilt -, hilflos dem grotesken Machotum der Terroristen ebenso ausgeliefert bleibt wie dem strafenden Staat. ?Den Stein meiner Einsamkeit und Verzweiflung am Leben aufheben und ihn gegen seine Ursache werfen?, das habe sie gewollt, zitiert Winkler sie. Herausgekommen ist am Ende eine erst außerhalb Deutschlands gelungene Resozialisierung - in die persönliche Resignation.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren