Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Ludwig Finscher (Hrsg.)
MGG - Die Musik in Geschichte und Gegenwart
Allgemeine Enzyklopädie der Musik. Sachteil in 9 Bänden (1994-1998) und ein Registerband (1999) incl. CD
Klappentext
Subskriptionspreis 3.480,00 DM. Der Sachteil in 9 Bänden enthält mehr als 1.500 Stichwörter mit ausführlichen Artikeln zur Musikethnologie, zu Epochen, Gattungen, zur Kirchenmusik und Populären Musik, wie z.B. Jazz, Rock- und Popmusik, zu Ländern, Städten, zur Instrumentenkunde, zu Handschriften. Jeder Band hat das Format 18,5 x 26,5 cm und mehr als 800 Seiten. Zahlreiche Abbildungen Notenbeispiele und Druckproben aus alten Musikhandschriften. Ganzleinenband mit zweifarbiger Prägung, laminierter Schutzumschlag, Typographie und Ausstattung von Hans Peter Willberg. Die zehn Bände können nicht einzeln gekauft werden.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.11.1999
Die ersten zehn Bände der neuen "Musik in Geschichte und Gegenwart" sind also fertig. Damit liegt der Sachteil komplett vor. Volker Hagedorn lädt zum Stöbern ein und entdeckt Stärken und Schwächen an dieser neuen Musik-Enzyklopädie. Etwas zu schüchtern, so legt er dar, gehen die Autoren des Bandes auf die nationalsozialistische Vergangenheit der deutschen Musikwissenschaft ein. Gegenüber der Pop- und Rockmusik, so findet er weiter, sei man wohl immer noch etwas verkrampft. Aber er findet auch faszinierende Kapitel wie etwa die zwölf Spalten lange Darlegung über Richard Wagners berühmten "Tristan-Akkord" oder Andreas Traubs herausragenden Artikel über "Notre Dame" und das Paris des 12. Jahrhunderts. Außerdem lobt er den Artikel über das "Streichquartett" vom Herausgeber Ludwig Finscher. Mit gewissem Erstaunen vermerkt Hagedorn aber , dass im Artikel "Aufführungspraxis" die Entwicklung der letzten dreißig Jahre bei der "Alten Musik" so wenig berücksichtigt werde, und dass ein übergreifender Artikel über das Thema "Oper" ganz fehle. Hagedorns Resümee: "Lichte Foyers wechseln mit verspukten Ecken, neben Weltumseglern kauern verschrobene Kanzlisten". Jahrelang könne man darin versinken.
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