Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ludwig Finscher (Hrsg.)

MGG - Die Musik in Geschichte und Gegenwart

Allgemeine Enzyklopädie der Musik. Sachteil in 9 Bänden (1994-1998) und ein Registerband (1999) incl. CD

Cover: MGG - Die Musik in Geschichte und Gegenwart

Bärenreiter Verlag, Kassel - Stuttgart 1994 - 1999
ISBN-10 3761811012
ISBN-13 9783761811016
gebunden, 0 Seiten, 2034,94 EUR

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Klappentext

Subskriptionspreis 3.480,00 DM. Der Sachteil in 9 Bänden enthält mehr als 1.500 Stichwörter mit ausführlichen Artikeln zur Musikethnologie, zu Epochen, Gattungen, zur Kirchenmusik und Populären Musik, wie z.B. Jazz, Rock- und Popmusik, zu Ländern, Städten, zur Instrumentenkunde, zu Handschriften. Jeder Band hat das Format 18,5 x 26,5 cm und mehr als 800 Seiten. Zahlreiche Abbildungen Notenbeispiele und Druckproben aus alten Musikhandschriften. Ganzleinenband mit zweifarbiger Prägung, laminierter Schutzumschlag, Typographie und Ausstattung von Hans Peter Willberg. Die zehn Bände können nicht einzeln gekauft werden.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.11.1999

Die ersten zehn Bände der neuen "Musik in Geschichte und Gegenwart" sind also fertig. Damit liegt der Sachteil komplett vor. Volker Hagedorn lädt zum Stöbern ein und entdeckt Stärken und Schwächen an dieser neuen Musik-Enzyklopädie. Etwas zu schüchtern, so legt er dar, gehen die Autoren des Bandes auf die nationalsozialistische Vergangenheit der deutschen Musikwissenschaft ein. Gegenüber der Pop- und Rockmusik, so findet er weiter, sei man wohl immer noch etwas verkrampft. Aber er findet auch faszinierende Kapitel wie etwa die zwölf Spalten lange Darlegung über Richard Wagners berühmten "Tristan-Akkord" oder Andreas Traubs herausragenden Artikel über "Notre Dame" und das Paris des 12. Jahrhunderts. Außerdem lobt er den Artikel über das "Streichquartett" vom Herausgeber Ludwig Finscher. Mit gewissem Erstaunen vermerkt Hagedorn aber , dass im Artikel "Aufführungspraxis" die Entwicklung der letzten dreißig Jahre bei der "Alten Musik" so wenig berücksichtigt werde, und dass ein übergreifender Artikel über das Thema "Oper" ganz fehle. Hagedorns Resümee: "Lichte Foyers wechseln mit verspukten Ecken, neben Weltumseglern kauern verschrobene Kanzlisten". Jahrelang könne man darin versinken.

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