Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Lisa Ades, Rick Burns, James Sanders

New York

Die illustrierte Geschichte von 1609 bis heute

Cover: New York

Frederking und Thaler Verlag, München 2002
ISBN-10 3894056126
ISBN-13 9783894056124
Gebunden, 599 Seiten, 50,00 EUR

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Klappentext

New York ist eine der faszinierendsten und größten Städte der Welt und Heimat für Menschen aus aller Herren Länder. Diese mit über 500 Fotos illustrierte Geschichte New Yorks setzt der ultimativen Stadt, die so sehr geprägt ist von den Wünschen und Sehnsüchten seiner Bewohner ein Denkmal. Hier offenbart sich ein Mikrokosmos wie es ihn nirgendwo sonst auf der Erde zu beobachten gibt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.12.2002

"Wahrhaft opulent" findet Rezensent "F.L." diese illustrierte Geschichte von New York, in der die Stadt "so umfassend wie nie" dargestellt wurde. "F.L." staunt über den Zufall, der es alphabetisch korrekt mit dem Geistlichen Lyman Abbot beginnen und den Zwillingstürmen enden lässt. Das auf einer Fernsehserie aufbauende Werk betrachte die Stadt als "politische Idee, als wirtschaftliches Problem" und auch als Kunstwerk, lesen wir. Seinem banalen Untertitel zum Trotz wolle es mehr sein als eine Chronik, schreibt der Rezensent. Trotz einen "wahrhaft inflationären Umgangs mit Bildmaterial" begnüge es sich keinesfalls mit dem Blick auf die Fassaden sondern lege vielmehr hinter jeder Fassade eine Geschichte frei.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.11.2002

Buchautor Ric Burns beschreibt die Geschichte New Yorks als die Geschichte von Visionen und Gigantomie. Burns ist einer der bekanntesten TV-Dokumentaristen in den USA und, so der Rezensent Jörg Häntzschel, er neigt in seinen TV-Sendungen zum Pathos. Doch der Rezensent, der sich vom "abgespulten Bilderreigen" in Burns Fernsehdokumentationen "gegängelt" fühlte, hat das Buch ausgiebig genossen. Denn der Autor habe sich der "populistischen Kunstgriffe entledigt" und auf sechshundert Seiten ein Werk verfasst, dass so "schwergewichtig" sei "wie es das Sujet verlangt". Vor allem Stadtplanung und Hochhäuser, aber auch Korruptionsskandale, Lebensläufe berühmter New Yorker und die Einflüsse der technischen Revolution kommen zur Sprache. Burns habe die Geschichte immer wieder geschickt zu "Sub-Plots gerafft" und verhindere so, dass der Leser das Gefühl bekomme, er verpasse bedeutende Entwicklungen. Da sieht es der Rezensent dem Buchautor sogar nach, dass New York als amerikanische Hauptstadt der Literatur und Kunst keine Erwähnung findet. Burns, der New York für die Stadt halte, in der "Demokratie und Kapitalismus Frieden geschlossen" haben, komme am Ende zu dem Schluss, dass die Stadt seit der Krise der siebziger Jahre ihre Position als Pioniersstadt verloren habe. Diese These und die Begeisterung für Architektur und Infrastruktur, resümiert der Rezensent, sind die "argumentativen Hauptachsen" des Buches.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.09.2002

New York gehört zu den faszinierendsten Städten der Welt, doch was war eigentlich, fragt der Rezensent mit dem Kürzel "owd", bevor Wolkenkratzer New York zur Mega-City machten? Wie sich die Stadt seit ihrer Gründung im Jahr 1625 entwickelte, kann man nun in einem "in jeder Hinsicht gewichtigen" Band nachlesen, jubelt der Rezensent, der dem Leser allerdings davon abrät, das "kiloschwere Buch" mit auf Reisen zu nehmen. Dafür aber ist es die "umfassendste" und "attraktivste Biografie", die über New York zu haben ist, lobt "owd" das weitreichend recherchierte und "reich bebilderte" Werk. Den Herausgebern sei es gelungen, die wechselvolle und komplexe Geschichte der Metropole überzeugend "zwischen zwei Buchdeckel zu pressen", und sie zeigen mit dieser Stadtgeschichte, dass New York auch vor dem 11. September schon manch verheerende Zerstörung überstanden, sich stets aber einen "verspielten Optimismus" bewahrt habe. Das spendet doch Hoffnung, meint "owd".

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