Leonardo Boffs Zukunftsperspektiven für die Menschheit und den Planeten Erde.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.04.2000
Angelika Dörfler-Dierken verleiht ihrer Enttäuschung hier in klaren Worten Ausdruck. Denn anscheinend hat sie bisher viel von Boff und seinen gesellschaftskritischen Texten gehalten, mit denen er stets auch politische Reformen angemahnt habe. Um so entsetzter ist sie nun, dass Boff hier eine starke Tendenz zu "erbaulicher Meditationsliteratur" zeigt. Und schlimmer noch: Das Buch sei voll von "stereotypen Vorstellungen und abstrakter Sprache". Die Rezensentin ist ratlos und fragt sich, ob dies mit Boffs Versetzung in den Laienstand zu tun hat, oder damit, dass das Individuum, mit dessen Vereinsamung sich Boff hier vorwiegend beschäftigt, in der heutigen Zeit im Blickpunkt des allgemeinen Interesses steht.
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