Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Le Corbusier

Mein Werk

Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2001
ISBN-10 3775710728
ISBN-13 9783775710725
Gebunden, 312 Seiten, 50,11 EUR

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Klappentext

Über 500 Abbildungen. Vorwort von Maurice Jardot, Texte und Tafeln von Le Corbusier. Ein lange vergriffener Klassiker ist wieder erhältlich: "Mein Werk" - ein ebenso persönlicher wie umfassender Streifzug durch das Schaffen Le Corbusiers, von ihm selbst verfasst und arrangiert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 17.01.2002

Ein distanziertes Verhältnis hat Christian Thomas zu Le Corbusier. In der Stadtplanung habe der Architekt "Schaden angerichtet", vermerkt der Rezensent kühl. Und doch: dies ist ein "wundervolles " Buch, schreibt er. Nicht nur, weil L-C, wie er selbst kürzelte, außer Bettensilos und Wohnmodulen natürlich auch ganz herrliche Baukunstwerke hinterlassen hat. Es ist wohl vor allem der Ton, der Thomas an diesem 1960 erstmals erschienenen Buch fasziniert. L-C spricht darin über sich nur in der dritten Person, als sei damit Objektivität garantiert. Und er schneidet natürlich in der Bewertung seiner Leistungen "glänzend" ab, bemerkt Thomas. Doch hinter den "Manipulationen" und der Polemik steckt, wie Thomas deutlich beeindruckt feststellt, Ekstase, Leidenschaft und "Enthusiasmus für die dramatische Geste". Von einem "Vollkommenheitsfuror" sei L-C besessen gewesen. Zum Beweis erzählt Thomas noch eine hübsche Anekdote, die nicht aus dem Buch stammt. Eines Tages habe Maler Fernand Leger L-C auf einem Rad fahren sehen. "'Er bewegte sich sehr ruhig vorwärts', meinte der Maler, 'und beachtete peinlich genau die Gesetze der Perspektive.'"

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.12.2001

Le Corbusier, mit bürgerlichem Namen Charles-Edouard Jeanneret, schuf nicht nur weltberühmt gewordene Gebäude, sondern auch ein Werk, in dem er sich selbst in den Mittelpunkt stellte. Dieses Werk, "Mein Werk", erschien 1960, berichtet der Rezensent mit dem Kürzel "holi" - für ihn zweifellos eine "hinreißend schöne", "fulminant collagierte" Selbstdarstellung des Autors. Auch wenn Le Corbusier darin etwas selbstverliebt über moderne Architektur schreibe - das Buch sei eine Liebeserklärung an das Licht und an die Luft sowie ein kunstvolles Spiel mit den Formen. Für "holi" ist es unbestritten ein Gesamtkunstwerk, das nun wieder, freut sich der Rezensent, als Faksimile vorliegt.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren