Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Sizilien, Insel voller Widersprüche vorgestellt von sizilianischen Schriftstellern: den großen des 20. Jahrhunderts und einer Reihe von jungen Autoren. Das Land der blühenden Mandelbäume, der Mimosenbüsche, riesigen Fenchelstauden und der Märznächte, die nach Sonne duften. Aber auch das Land der brennenden Sommersonne, der Mafia und der Autobahn auf Stelzen auch dort, wo sie nicht nötig sind. Und mitten in diesem widersprüchlichen Land die Stadt Palermo, die heruntergekommene Barockschönheit voller Müll, Designerläden und Juwelieren mit dicken Goldketten. Neben dem alten Sizilien der Tagelöhner, Pächter und Landbesitzer, der Intellektuellen und der Ärmsten in den Städten erleben wir das moderne Sizilien als Schauplatz von Verbrechen und Flüchtlingslagern, aber auch in seinem ganz normalen Alltagsleben. Unter den Autoren sind: Luigi Pirandello, Giuseppe Tomasi di Lampedusa, Dacia Maraini, Gesualdo Bufalino, Vincenzo Consolo, Elio Vittorini, Salvatore Quasimodo, Andrea Camilleri, Leonardo Sciascia und die von ihm wiederentdeckte Maria Messina sowie Matteo Collura, Luisa Adorno, Roberto Alajmo, Maura Gancitano u.a.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.02.2009
Andreas Rossmann bewegt sich mit Hilfe der verschiedensten italienischen, aber überwiegend sizilianischen Autoren durch das bald himmlische, bald höllische Sizilien. Natürlich hätte er auch dieser Auswahl das ein oder andere hinzugefügt, was ihm für das literarische Sizilien unabdingbar erscheint. Auch dass von Nobelpreisträger Luigi Pirandello ausgerechnet die Erzählung "Professor Erdbeben" ausgewählt wurde, ist ihm nicht recht einsichtig, zumal die Geschichte nicht wirklich in Sizilien spielt. Und die 50 Seiten, die Texten über Palermo gewidmet ist, sind ihm für die Stadt eindeutig "zu wenig". Und trotzdem zeigt er sich insgesamt angetan von dieser Anthologie, die für ihn in den unterschiedlichen Texten die spezielle Spannung zwischen dem schönen und dem schrecklichen Sizilien wiedergibt.
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