Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Karl Blossfeldt

Arbeitscollagen

Cover: Arbeitscollagen

Schirmer und Mosel Verlag, München 2000
ISBN-10 3888147867
ISBN-13 9783888147869
Gebunden, 156 Seiten, 50,11 EUR

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Klappentext

61 farbige Tafeln, 10 Abbildungen. Mit einem Text von Ulrike Meyer Stump. Die Pflanzenfotografien von Karl Blossfeldt (1865 bis 1932) gehören praktisch seit ihrer ersten Veröffentlichung Ende der 20er Jahre zu den ästhetischen Höhepunkten der Fotogeschichte. Dass sie noch einmal "Konkurrenz" - und zwar aus den eigenen Reihen bekommen könnten, schien unwahrscheinlich. Das war jedoch der Fall, als im letzten Jahr erstmals einige von Blossfeldt selbst geschaffene Fototableaus ausgestellt wurden, von denen sich 61 im Nachlass fanden. Auf Kartons im Format 50 x 65 cm hatte Blossfeldt bis zu 40 Abzüge seiner Pflanzenphotos befestigt, in unterschiedlicher Größe, auf farblich zum Teil stark variierendem Photopapier und mehr oder weniger systematisch zu Motivgruppen collagiert. Einige sind von seiner Hand mit Feder und Tusche markiert oder beschriftet, bei anderen kennzeichnete er Ausschnitte. Sinn und Zweck dieser Tableaus sind bisher ebenso rätselhaft wie ihre Entstehungszeit.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 21.04.2001

Wenn der Rezensent bemerkt, als Person sei der Künstler wohl so aufregend gewesen wie sein Name, und der Name Karl Blossfeldt ist, verheißt das nichts Gutes für das Werk. Dass ausgerechnet dieser Blossfeldt mit seinen Pflanzenfotos, wie Ulf Erdmann Ziegler uns wissen lässt, für eine mirakulöse Verbindung von Funktionalismus und Ornamentik zuständig sein soll, nimmt wunder. Und doch: "typisch Blossfeldt" sind die 61 "in schlichter handwerklicher Manier gelayouteten" fotografischenTafeln , typisch die Knospen, Blüten, gekappten Halme und ausgefahrenen Blätter in wechselndem Licht, schreibt der Rezensent - "ein Memorandum zwischen Funktionalismus und Ornamentik". Überrascht ist er trotzdem. Ein Blossfeldt? Die Idee des Verlags aber macht's: Die versammelten Kontaktabzüge in Farbe zu reproduzieren, sie ihrer feldgrauen Sphäre zu entreißen - Ziegler findet das "schlagend".

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.03.2001

Ein "wunderbares Bilderbuch, bei dem man dem Gestalter über die Schultern blicken darf", lobt Rezensent Klaus Märtens. Er schildert in seiner Kritik den unprätentiösen Zugang zur Fotografie, den Karl Blossfeldt hatte. Dieser begann nach eigener Aussage zu fotografieren, weil er als Professor für plastisches Gestalten seine Studenten zur Beobachtung anregen wollte. Der von Blossfeldt nicht beabsichtigte Gang vom Wissenschaftler zum Künstler begann, so Märtens, mit der ersten Veröffentlichung 1926 und der zweiten 1928, mit der Blossfeldt schließlich seinen Ruhm als Fotograf begründete. Über die "Arbeitscollagen", die hier reproduziert sind, mutmaßt der Rezensent, dass sie "nicht nur Hilfsmittel ... im Bilderberg" waren, sondern auch dazu dienten "Ordnung, System und Abfolge in die Vielfalt zu bringen". Das Buch übt einen "starken Reiz auf das hungrige Auge" aus, verspricht Märtens, der begeistert verschiedene Bearbeitungstechniken Blossfeldts aufzählt, die man hier erkennen könne.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren