Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Judith Rich Harris

Ist Erziehung sinnlos?

Die Ohnmacht der Eltern

Cover: Ist Erziehung sinnlos?

Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2000
ISBN-10 3498029495
ISBN-13 9783498029494
gebunden, 672 Seiten, 24,54 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Wiebke Schmalz. Wie groß ist der Anteil der Eltern, wenn aus ihren Kindern etwas Gutes wird? Und wie groß ist er, wenn es mit ihren Kindern schiefgeht? Dieses aufregende Buch zerstört einige unserer tiefsten und festesten Überzeugungen in Erziehungsfragen und bietet uns statt dessen etwas radikal Neues. Mit Eloquenz und Eleganz legt Harris dar, warum Eltern nur wenig Einfluss haben auf die Entwicklung ihrer Kinder. Was am meisten zählt, ist vielmehr die Erfahrungswelt der Kinder außerhalb ihres Elternhauses, das Leben in ihrer eigenen Altersgruppe. Nicht Eltern sozialisieren Kinder, nein: Kinder sozialisieren Kinder!

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2000

Die Besprechung von Michael Gassmann ist im Ton eher amüsiert als dass er die Autorin besonders ernstnimmt. Immerhin bescheinigt er ihr und ihrer Übersetzerin, das Buch sei "glänzend geschrieben und ausgezeichnet übersetzt". Er findet, die Autorin "kokettiert" etwas mit ihrem außerakademischen Status aber meint, das verleihe ihren leidenschaftlich vorgetragenen Thesen durchaus einen gewissen Charme. Ihrer Gegenthese zur "Erziehungshypothese", dass nämlich nicht die Familie die Verhaltensweisen eines Menschen überwiegend prägt, sondern genetische Information plus `peer group`-Einfluss, gesteht er einen gewissen Relativierungseffekt für die Anhänger eines talk-show-gestützten Freudianismus zu, nimmt sie letztlich jedoch ebensowenig ernst wie die Erziehungshypothese selbst. Beides sind für Gassmann Verkürzungen, die nicht beachten, wie viel Prägung Familie und `peer groups` selbst durch die Gesellschaft erfahren und wie stark sie zudem miteinander verknüpft sind.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren