Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Josef Skvorecky

Das Basssaxophon

Jazz-Geschichten

Cover: Das Basssaxophon

Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2005
ISBN-10 3421052506
ISBN-13 9783421052506
Gebunden, 366 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Ausgewählt und mit einem Nachwort von Jiri Holy. Übersetzt von Andrea Tretner, Marcela Euler und Kristina Kallert. Jazz war die Domäne der Unangepaßten in der Nazizeit und unter dem kommunistischen Regime. In seinen Erzählungen, die hier erstmals auf deutsch erscheinen, geht es um Erlebnisse und Schicksale junger Menschen, die ihrer Leidenschaft für den Jazz frönen, um Liebesgeschichten und komische Begebenheiten, in denen die politischen Zwänge und Gefahren ebenso aufscheinen wie eine unbändige Lebensfreude.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.09.2005

Jörg Plath hat Josef Skvoreckys Jazzgeschichten mit Genuss gelesen und lobt die Veröffentlichung der Erzählungen aus den Jahren 1953 bis 1967 als eine "kluge Entscheidung" der Herausgeber. In sechs Geschichten berichtet der tschechische Autor von der Liebe junger Musiker zum Jazz, von ekstatischen Auftritten, Ausschweifungen, Konflikten mit jeglichen Autoritäten und vor allem vom Basssaxophon, dem alle verfallen sind. Weder unter Hitler noch unter Stalin durfte geswingt werden, für "kulturelle Promenadenmischeungen" war kein Platz, weiß der Rezensent und holt aus zu biografischen Details Skvoreckys. Die Euphorie und Musik der Erzählungen bleiben im Gedächtnis, jubelt Plath, was nicht zuletzt an den Übersetzungen von Andreas Tretner, Marcela Euler und Kristina Kallert liege, die es schaffen, die Sprache den "hüpfenden Rhythmen, Riffs und Scats" des beschriebenen Jazz anzunähern.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren