Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jose Saramago

Jose Saramago: Das Tagebuch

Cover: Jose Saramago: Das Tagebuch

Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2010
ISBN-10 3455501745
ISBN-13 9783455501742
Kartoniert, 208 Seiten, 16,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Portugiesischen von Marianne Gareis und Karin von Schwede. Mit einem Vorwort von Umberto Eco. Egal, ob es um Obama, den Papst oder die Wirtschaftskrise geht. Ganz gleich, ob er als Linker die Linke provoziert oder ob er sich mit den Palästinensern solidarisiert und Israel heftig rügt, ob er über Pessoa, Borges und Fuentes schreibt oder darüber, dass politische Demokratie nichts wert ist, wenn sie nicht durch eine ökonomische und kulturelle untermauert ist. In seinen Tagebucheinträgen geht Saramago ins Gericht mit Politik, Kirche, Kultur und Gesellschaft, berichtet aber auch über Dinge, die ihn persönlich berühren.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 22.09.2010

Schön schonungslos, wie Jose Saramago in seinem "Tagebuch" mit der politischen Landschaft und auch sich selbst abrechnet, meint Rezensent Daland Segler anerkennend. Den Narren, die neben den Kindern immer die Wahrheit zu sagen pflegen, könne man den greisen Nobelpreisträger Saramago indes keinesfalls zurechnen, um damit seiner Kritik zu entgehen: Der Autor messe die Demokratie an den Ansprüchen, die sie in der Vergangenheit an sich selbst gestellt habe und entlarve sie dabei als weitgehend plutokratisch, so der Rezensent. Neben Kommentaren zum Fernsehprogramm oder dem Nahost-Konflikt, erfreut Saramago den Rezensenten auch mit Spitzen gegen George Bush ("Mittelmaß an Intelligenz") und Silvio Berlusconi ("erwiesenermaßen ein Verbrecher"). Dabei gehe Saramago aber auch mit sich selbst nicht zimperlich um, attestiert ihm Segler, und genau deshalb sei sein Tagebuch wahrhaft "offen".

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.09.2010

So recht weiß Hans T. Siepe nicht, wozu die Veröffentlichung dieses Blogs als Buch eigentlich taugen soll. Ein Blog ist doch ein Blog ist ein Blog ... Vielleicht ja weniger als aktueller Anlass zur erneuten Auseinandersetzung mit Jose Saramagos dereinst geäußerten, wie Siepe findet, oft weit überzogenen Meinungen, seinem militanten Atheismus, strengem Kommunismus und Israelhass. Einige bleibende Texte aber entdeckt der Rezensent doch. Saramagos Liebeserklärung an Lissabon etwa oder Autorenwürdigungen zu Pessoa, Carlos Fuentes u. a.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren