Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Herausgegeben von Günter Arnold.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.12.2000
Überwältigt von der stupenden Gelehrsamkeit Herders beschreibt der Rezensent mit de Kürzel "rh." dieses letzte Zeitschriften-Projekt des Autors, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts und kurz vor seinem Tode in einer allein von ihm selbst geschriebenen Zeitschrift noch einmal die gesamte Geistesgeschichte des vorangegangenen 18. Jahrhunderts Revue passieren lassen wollte 1803 starb Herder über dem Projekt, aber vollendbar wäre sein Projekt ohne hin nie gewesen, schreibt der Rezensent, der i übrigen den reichen Anmerkungsapparat des Bandes lobt.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.08.2000
Auf den alten Herder war man in Weimar nicht gut zu sprechen, und nicht zuletzt dem starken Einfluss Goethes und Schillers war es zu verdanken, dass seine letzten, in seiner Zeitschrift "Adrastea" zwischen 1801 und 1804 veröffentlichten Schriften bis heute kaum wahrgenommen wurden. Als Abschlussband der zehnbändigen Herderausgabe im Klassiker Verlag ist nun eine tausend Seiten umfassende Auswahl aus der "Adrastea" erschienen, die, so der Rezensent Hans-Jürgen Schings, eine Revision der Vorurteile ermöglicht. Zwar polemisiere Herder gegen die Tendenzen der Zeit, man solle ihm aber die "Gerechtigkeit" widerfahren lassen, ihn in der Tradition der frühen Aufklärer zu sehen. Dann sehe man, dass es ihm in seinen Essays, die das vergangene Jahrhundert prüfend mustern, durchaus gelinge, "Geschichtsphilosophie und `Abschied vom Prinzipiellen`" zu verbinden. Schings lobt den "enzyklopädischen" Kommentar des Herausgebers Günter Arnold, teilt freilich nicht jede seiner Einschätzungen in der Einführung des Bandes.
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