Johann Christoph Allmayer-Beck, im August 1918 geboren, besuchte nach der Matura die traditionsreiche Theresianische Militärakademie in Wiener Neustadt und wurde nach dem Anschluss 1938 nach Ostpreußen ausgemustert, in eine ihm fremde Welt, deren Reiz sich ihm erst langsam erschloss. Von 1939 bis 1945 nahm er als Artillerie-Offizier am Zweiten Weltkrieg teil, zuerst in Polen, dann in Frankreich und schließlich im nördlichen Teil der Ostfront. 1944/45 als Hauptmann in der Ausbildung zum Generalstab, erlebte er das Kriegsende in Salzburg.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.04.2013
Dass der Autor während des Kriegsgeschehens 1944 keinen Überblick hatte und erst im Nachhinein "als Historiker" urteilt, merkt Hans Jochen Petsch diesem auf Tagebücher und Feldpost gestützten Lebensbericht immer wieder an. Wenn Oberleutnant Johann Christoph Allmayer-Beck Tag für Tag, Woche für Woche sehr unmittelbar die Geschehnisse an und hinter der Front schildert, findet Petsch das wie in einem "bunten Bilderbuch". Warmherzige Kameradenzeichnungen, aber auch surreale Momente entzücken den Rezensenten.
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