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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Joann Sfar

Professor Bell

Cover: Professor Bell

Avant Verlag, Berlin 2004
ISBN-10 3980942805
ISBN-13 9783980942805
Gebunden, 48 Seiten, 14,95 EUR

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Klappentext

Joseph Bell war Chirurg, Kinder- und Militärarzt. Sein Schüler Arthur Conan Doyle wurde durch ihn zu seiner Figur des Sherlock Holmes inspiriert. Aus nicht geklärten Gründen verschwieg der Schriftsteller die dunklen Seiten der Persönlichkeit seines Mentors. Es ist an der Zeit einige dieser Vorkommnisse einer genaueren Betrachtung zu unterziehen...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.08.2004

Selten hat es für Rezensent Andreas Platthaus einen solchen Qualitätsschub im Comicangebot gegeben, wie mit der Publikation der Comics des Franzosen Joann Sfar. Der vorliegende Band sei 1998 im Original erschienen und als Protagonisten habe Sfar geschickt den schottischen Mediziner Joseph Bell gewählt, der nicht nur eine wichtige Figur der Wissenschaftsgeschichte, sondern auch Lehrer des Sherlock-Holmes-Erfinders Arthur Conan Doyle gewesen sei. Geister, Missgeburten, "ja, sogar Teufel" würden die hinreißend gezeichneten Bilder von den kriminalistischen Abenteuern Bells bevölkern. Dazu verknüpfe Sfar in einer "erzählerischen Tour des Force" zeitgenössische Ereignisse aus dem 19. Jahrhundert, Anspielungen aus der damaligen Literatur- und Kulturgeschichte und kabbalistische Motive miteinander. Der Rezensent bedauert allerdings, dass der Übersetzung der Pulp-Ton des Originals fehlt. Noch heftiger kritisiert er, dass, im Gegensatz zum französischen Original, "Professor Bell" auf cremefarbenes Papier gedruckt wurde, das die in der französischen Ausgabe leuchtenden Farben "unschön" abdämpfen würde.

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