Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gustav Ernst

Trennungen

Roman

Deuticke Verlag, Wien 2000
ISBN-10 3216305147
ISBN-13 9783216305145
Taschenbuch, 112 Seiten, 13,80 EUR

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Klappentext

Auf einem Flug von London nach Wien rechnet ein Mann in der Lebensmitte ab, mit seiner Ehefrau und seiner Mutter. Schonungslos, auch gegen sich selbst, sucht er in obsessiven Monologen nach einem Dialog. Schauplätze der Abschiedsszenarien sind Rom und Wien. Er muß zusehen, wie sich seine Frau in Rom bei einem gemeinsamen Aufenthalt einem Liebhaber zuwendet, während in seiner Heimatstadt Wien seine Mutter stirbt. In seiner tiefen Verzweiflung pendelt er zwischen den beiden wichtigsten Frauen in seinem Leben. Aggressiv und ungerecht, gekränkt und empört sucht er Ordnung in seine Geschichte zu bringen. Gleichzeitig bedrängt von den sexuellen Wünschen seiner Ehefrau wie von körperlichen Verfall seiner Mutter, wird er auf sein eigenes Dasein verwiesen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.07.2000

Mit einer Reflexion über die unterschiedliche Qualität österreichischer und deutscher Autoren beginnt Hermann Peter Piwitt seine Besprechung. Erstere sind meist besser, denn sie haben Stil, meint er. Etwas unvermittelt berichtet er dann, dass in diesem Buch das Wort "ficken" sehr oft vorkommt. Ist das ein Widerspruch? Piwitt findet das nicht, denn alles ist "schön, böse und herzzerreißend genau" erzählt. Es geht um einen Ich-Erzähler, dessen Frau eine Affäre hat und dessen Mutter im Sterben liegt. Zwischen beiden bewegt er sich reisend und schreibend hin her, zwischen körperlicher, sexueller "Erosion" des Paares und "Verfall des Körpers" der Mutter. Die Beschreibung der Gefühle, meint Piwitt, hätte daneben gehen können, aber den Autor bewahrt seine "Lakonik" und eben sein "Stil".

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Mehr Bücher aus dem Themengebiet

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

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