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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gerald Bisinger

Im siebenten Jahrzehnt

Gedichte

Droschl Verlag, Graz 2000
ISBN-10 3854205392
ISBN-13 9783854205395
Gebunden, 80 Seiten, 15,34 EUR

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Klappentext

Gerald Bisinger, der schon in mittleren Jahren sich lyrisch von der Welt verabschiedete ("Am frühen Lebensabend", der Buchtitel des nicht einmal 50jährigen), schrieb noch in seinem letzten Lebensjahr im Wissen um seine Krebserkrankung Gedichte, die sein Epikureertum auf die Probe stellten und dann auch bestätigten. In seinem unverkennbaren antikisierenden Parlando-Ton hält Bisinger bis zuletzt an seiner poetischen Topographie fest: Das lyrische Ich bewegt sich in Gastgärten und Wirtshäusern mit Namen wie "Neubauschenke" oder "Sittls Weinhaus zum Goldenen Pelikan", isst, trinkt, schreibt und wird von der lebenslangen Sorge um das Wie-lange-noch? angetrieben. "Ich lebe ich schreibe jetzt hier" ? mit dieser so bescheidenen wie anspruchsvollen Geste ist ein außergewöhnliches poetisches Programm umschrieben.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 10.08.2000

An dem jetzt erschienenen Gedichtband des im letzten Jahr verstorbenen Autors lässt Arne Rautenberg in seiner kurzen Besprechung kaum ein gutes Haar. Inhaltlich wie stilistisch hätten die Gedichte "wenig zu bieten" und überhaupt sei zu fragen, warum man Gedichte eines trinkenden und rauchenden Dichters über einen trinkenden und rauchenden Dichter lesen sollte, so der Rezensent bissig. Wenn überhaupt etwas zu loben sei, dann der "Charme der Bescheidenheit" und die "hochgehaltene Würde des poetischen Augenblicks". Doch dieses reicht für den Rezensenten nicht aus, um den "fatalen" Leseeindruck zum Guten zu wenden.

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