Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Geoff Dyer

Paris XTC

Roman

Cover: Paris XTC

Argon Verlag, Berlin 2000
ISBN-10 3870244925
ISBN-13 9783870244927
Broschiert, 270 Seiten, 15,24 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Matthias Müller. Luke zieht nach Paris mit der Idee, dort einen Roman zu schreiben, nur daß ihm immer etwas dazwischen kommt. Er befreundet sich mit Alex, einem anderen Engländer in der Fremde, dann verliebt er sich in Nicole. Alex trifft Sara, und die beiden Paare sind sich so nah, dass dies ihr Leben für immer verändert. Sie erkunden die Clubs und Cafés des 11. Arrondissements und werden unzertrennlich. Luke und Alex arbeiten in einem Auslieferungslager, spielen mittags Fußball und katapultieren sich abends in die fremden Welten des Kinos. Besonders gern sehen sie Filme, die von der Kriegsgefangenschaft handeln, und über die Rolle von Styroporbechern in amerikanischen Actionfilmen entwickeln sie ganz eigene Theorien. Sie gehen in Clubs, erkunden die Wirkung von Ecstasy und erreichen den Höhepunkt der Entrückung - die Wiederbegegnung mit der Realität ist unerwartet harsch und zerstörerisch.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 05.10.2000

Ein scharfer Verriss, ein glatter Rausschmiss! Es hagelt nur so Beleidigungen vom Rezensenten, die wir hier nur teilweise - aber genüsslich - wiedergeben werden. Der Roman sei eine glatte Mogelpackung, schimpft Dirk Fuhrig, die Geschichte trotz Titels schrecklich bieder und konventionell und habe mit Drogen so gut wie nichts zu tun. Weiter: der einzige vernünftige Gedanke stehe im Klappentext, aber nicht im Buch. Und so geht es fort: Auch die Übersetzung habe der Dürftigkeit des Romans, der ein bisschen Existenzialismus (weil spielt in Paris) und Hemmingwayschen Machismo (literarische Anleihen) mischt, nichts genommen. "Spätpubertäre Leitmotivik" vermeldet Fuhrig. Er schließt mit der Beobachtung, "Paris XTC" versuche über zum Scheitern verurteilte Lebensentwürfe einer Generation zu schreiben, "die solche Entwürfe nicht hat". Ein glatter Denk- und Schreibfehler.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren