Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Etienne Barilier

Gegen den neuen Obskurantismus - Lob des Fortschritts

Cover: Gegen den neuen Obskurantismus - Lob des Fortschritts

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1999
ISBN-10 3518120999
ISBN-13 9783518120996
Broschiert, 172 Seiten, 9,61 EUR

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Klappentext

Bariliers preisgekrönter Essay ist eine brillante Polemik gegen den "Verzicht auf das Denken", das die religiösen und parareligiösen Fundamentalismen unserer Zeit kennzeichnet. Dabei verfällt er keinem blinden Fortschrittsoptimismus.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.12.2000

Für ein mutiges Buch hält Michael Wirth den im Jahr 1905 preisgekrönten Essay des Lausanner Philosophen, weil er sich gegen die Ausgrenzung der Vernunft, gegen den Mode gewordenen Irrationalismus, gegen die Fortschrittsfeindlichkeit der Menschen wendet. Jene Fortschrittsfeindlichkeit, erklärt Wirth, stellt sich für Barilier als Selbstentmächtigung des Menschen dar, der die Naturwissenschaften allgemein für alle Katastrophen verantwortlich erklärt, statt die Wissenschaftler, die sie betreiben, zu kritisieren. Diese These untermauere Barilier, indem er mit einem Teil der Wissenschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts selbst ins Gericht gehe, erklärt der Rezensent. Insbesondere der Strukturalismus, der kulturelle Setzungen in abstrakte Prinzipien verwandelt hat, habe dieser fatalistischen Einstellung Vorschub geleistet. Für Barilier ein klarer Rückfall hinter die Positionen der Aufklärer: ein wenig idealtypisch sei Bariliers Diskurs schon, meint Wirth, der gern etwas mehr psychologisches Feingefühl am Werk gesehen hätte.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999

Die Polemik eines Rationalisten, der am klassischen Fortschrittsbegriff festhält und ihn gegen den neuen Aberglauben, den er etwa bei Kreationisten oder Radikalökologen ausmacht, in wünschenswerter Klarheit verteidigt. René Aguigah zeigt sich angetan vom Buch dieses Schweizer Autors, der sich auf dem Grat zwischen Philosophie und Literatur bewege. "Das liest sich sehr genussvoll", zumal man ab und zu auch Lust habe, mit dem Autor zu streiten.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren