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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Espido Freire

Die Cousine

Roman

Cover: Die Cousine

Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), Stuttgart 2000
ISBN-10 342105326X
ISBN-13 9783421053268
Gebunden, 208 Seiten, 17,38 EUR

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Klappentext

Aus dem Spanischen von Ilse Layer. Ein Sommer auf dem Land bei Onkel und Tante, Cousin und Cousine soll die junge Natalia zurück zu sich selbst finden lassen. Nach dem Tod ihrer älteren Schwester braucht sie, so glauben die Eltern, vor allem Ruhe und Abwechslung. Doch die vermeintliche Sommeridylle macht die Dinge nur noch schlimmer. Der Geist der toten Schwester, Selbstzweifel und Ängste lassen Natalia keine Ruhe - und ganz offenbar gibt es da noch etwas, das Natalia bis an den Rand der Verzweiflung treibt. Die ebenso perfekte wie verhasste Cousine Irlanda scheint sie immer wieder darauf zu stoßen. Bis sich ein unerwarteter Ausweg bietet.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.09.2000

Rezensentin Pia Reinacher vergibt lauter Höchstwertungen für diesen gefeierten Debütroman und ist nicht erstaunt, dass die 26jährige Autorin dafür den höchstdotierten spanischen Literaturpreis bekam. Was Reinacher von diesem Buch zu erzählen hat, klingt nach Fin de Siecle und Hitchcock in einem, Psychothriller und dekadentem Sittenbild. Schauplatz: ein Sommerhaus irgendwo in der Einsamkeit. Die Protagonisten: ein Bestiarium aus jungen Menschen, die sich gegenseitig begehren, quälen, hassen, lieben, und dabei aneinander erwachsen werden. Im Zentrum zwei Cousinen, von denen eine die andere schließlich töten wird. Die Rezensentin schreibt mit von der Spannung geröteten Ohren, sichtlich gebannt von Espido Freires Erzählkraft, ihrem "bösen Blick" und "ausgeprägten Sinn fürs psychologische Detail". Auch wenn sie manche Passagen etwas betulich findet, keine Sorge: kaum ausgerutscht, fange sich Freires auch schon wieder.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.07.2000

Lakonisch und etwas angeödet bilanziert der Rezensent mit dem Kürzel "ebl", worum es in dem Erstlingswerk der Spanierin Espido Freire geht: "Natalia steht auf (manchmal bleibt sie aber im Bett), geht spazieren und botanisiert (oft), unterhält sich mit den anderen (selten), denkt nach und träumt (meistens)." Besagte Natalia soll in einem Sommer auf dem Land in Gesellschaft von Freunden und Verwandten über den Tod ihrer Schwester hinwegkommen. Schon die Überschrift der Rezension "Grosse Langeweile" deutet an, dass es so wirklich spannend nie wird, auch wenn der Plot laut "ebl." auf eine dramatische Enthüllung zusteuert. Auch die Übersetzung von Ilse Layer ist nach Auffassung des Rezensenten zu eng gefasst und sorgt für zusätzliche Ungelenkigkeiten.

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