Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ernst Troeltsch

Schriften zur Politik und Kulturphilosophie (1918-1923)

Kritische Gesamtausgabe: Band 15

Cover: Schriften zur Politik und Kulturphilosophie (1918-1923)

Walter de Gruyter Verlag, Berlin - New York 2002
ISBN-10 3110171570
ISBN-13 9783110171570
Gebunden, 658 Seiten, 198,00 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Gangolf Hübinger in Zusammenarbeit mit Johannes Mikuteit. Politisch wie geistig spielte Ernst Troeltsch für die Gründungsgeschichte der Weimarer Republik eine bedeutsame Rolle. Der Band versammelt 35 Texte, die Troeltschs publizistisches Engagement in den Fragen staatlicher, kirchlicher und kultureller Neuordnung ebenso dokumentieren wie seine Rolle als Politiker der Deutschen Demokratischen Partei mit parlamentarischem Mandat und Amt. Im Rahmen der Kritischen Gesamtausgabe erfasst der Band erstmals in dieser Breite und Vollständigkeit der Textfassungen Troeltschs Verknüpfung von Politik und Philosophie, um den politischen Systemwandel in Deutschland aus den Konstellationen der gesamteuropäischen Kulturgeschichte heraus zu begründen. Troeltschs intellektuelles Orientierungsangebot wird hier in den extremen Kontroversen um die Legitimität einer demokratischen Herrschaftsordnung in der deutschen Gesellschaft neu lesbar.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.12.2003

Niklaus Peter stellt die Bedeutung von Ernst Troeltschs kleinen, späten Schriften heraus: Der Soziologe, Theologe und Abgeordnete der Deutschen Demokratischen Partei verleihe darin einem verantwortungsvollen politischen "Krisenbewusstsein" nach 1918 Ausdruck, das von der - letztlich enttäuschten - Hoffnung getragen war, die verschiedenen gesellschaftlichen Kräfte könnten in ein demokratisches System eingebunden werden. Troeltschs politische Publikationen, so Peter, waren an "ein Bildungsbürgertum" gerichtet, dem er "durch herrschaftssoziologische Analysen, durch historische und demokratietheoretische Aufklärung die Radikalisierung nach rechts ausreden will". Troeltsch argumentiere historisch fundiert, "problemorientiert" und klar - geholfen hat es allerdings nichts.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.12.2002

Als "vorzüglich kommentierte und eingeleitete Edition" würdigt Rezensent Wolfgang Hardtwig den nun erschienenen Band 15 der auf 21 Bände angelegten kritischen Gesamtausgabe der Werke, der unter dem Titel "Schriften zur Politik und Kulturphilosophie (1918-1923)" erstmals Zeitungs- und Zeitschriftenartikel, Beiträge zur DDP-Parteipresse und sonstige Artikel Ernst Troeltschs versammelt. Sie dokumentieren für Hardtwig die "vielseitige und engagierte Publizistik des brillanten und unkonventionellen des liberalen Theologen". Thematisch spanne sich der Bogen des Bandes von kulturphilosophischen Reflexionen zur Deutschen Bildung über ideologiepolitische Erörterungen zu Demokratie und Sozialismus bis zur Frage nach der Stellung der Kirchen im Weimarer Staat. Für Hardtwig liegt der Reiz des Bandes nicht zuletzt darin, dass hier der Wahlredner Troeltsch ebenso auftrete wie der Gelehrte. Bemerkenswert findet er vor allem das erstaunliche zeitdiagnostische Gespür Troeltschs, sowie sein leidenschaftlichen Einsatz für die Demokratie nach der Ermordung Walter Rathenaus. "Wirklich kompromisslos und überzeugend wird er aber dort", erklärt Hardtwig, "wo er die Theorie des Kompromisses als Basis der Demokratie vorträgt." Angesichts der verhärteten ideologischen Frontstellungen um 1920 für Hardtwig eine "fundamentale Botschaft".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren