Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ein solches Jahrhundert vergisst sich nicht mehr

Lieblingstexte aus dem 18. Jahrhundert. Ausgewählt und vorgestellt von Autorinnen und Autoren des Verlags

C. H. Beck Verlag, München 2000
ISBN-10 3406463045
ISBN-13 9783406463044
Gebunden, 624 Seiten, 9,90 EUR

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Klappentext

Mit dem 18. Jahrhundert beginnt die Geschichte der Moderne, die Europa und die Welt bis heute prägt. Das Panorama ist in diesem Buch weit gespannt. Wer es durchblättert, begegnet vielen berühmten Namen der Epoche: Philosophen, Schriftstellern, Weltreisenden und Staatsmännern. Aber er trifft auf seiner Entdeckungsreise durch ein Jahrhundert auch auf private Briefe und auf Zeugnisse von Menschen, deren Namen heute fast vergessen sind. Ein besonderer Reiz des Buches, für das fast hundert Autorinnen und Autoren ihren "Lieblingstext" ausgewählt haben, liegt in den persönlichen Einführungen, die die alten Texte oft erst eigentlich zum Sprechen bringen. Von der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung bis zur Lebensart im alten München und von Meta Klopstocks Seekrankheit bis zu Christian Garves Gedanken über die Muße reicht das Spektrum der Themen. So wird dieses Buch zum Portrait eines Zeitalters mit seinen Spannungen, Widersprüchen, Reflexionen, Wünschen und Fantasien.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Lieblingstext aus dem 18. Jahrhundert - Info bei C.H. Beck

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 16.11.2000

Harro Zimmermann ist richtig happy über das Kompendium, in dem Autorinnen und Autoren des Beck-Verlags ihre Lieblinstexte aus dem Jahrhundert der Aufklärung präsentieren und kommentieren. Da stellt sich für Zimmermann heraus, dass die moderne Vernunftschelte vor den tollen Texten kollabiert, denn "zwischen aufstrebender Menschheitshoffnung" findet sich viel "schrundiger Skeptizismus". Lichtenberg, Kant, Schubart, Meta Klopstock und Jean Paul werden erneut in eine Art Gespräch gezogen, und man lernt viel "vom krummen Holze namens Mensch". Abschließend dankt er dem scheidenden Cheflektor Verlags, Ernst-Peter Wieckenberg, für "großartige Erkundungsarbeit". Wer die Kommentatoren sind, verrät Zimmermann allerdings nicht.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.03.2000

Mit geradezu ansteckender Begeisterung bespricht Thomas Wirtz diesen Band, der Zeugnisse von hohem Geistesadel neben "derbste Alltagsweisheit" stellt. Um dies zu veranschaulichen, erwähnt der Rezensent stellvertretend einen Krankenbericht König Friedrich Wilhelms I. von Preußen, in dem eine Erbkrankheit angedeutet wird, die amerikanische Unabhängigkeitserklärung sowie Meta Klopstocks "säftegenaue Beschreibung" ihrer Seekrankheit, mit der sie ihrem Mann und seiner "Messias-Dichtung" Kontra gibt. Zwar räumt der Rezensent ein, dass diese Texte auch in anderen Veröffentlichungen zu finden sind, aber hier werde der Leser doch kundig begleitet. Seines Erachtens bietet dieses Buch einen aufschlussreichen wie unterhaltsamen Einblick in die private und gelehrte Welt des achtzehnten Jahrhunderts.

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