Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Angelika Kauffmann

Briefe einer Malerin

Cover: Briefe einer Malerin

Dieterichsche Verlagsbuchhandlung, Mainz 1999
ISBN-10 3871620475
ISBN-13 9783871620478
Broschiert, 288 Seiten, 14,73 EUR

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Klappentext

Man hat das 18. Jahrhundert das "Jahrhundert der Frauen" genannt. Die hier vorgelegten Briefe stammen von einer jener Frauen, die es zu Lebzeiten zu geradezu unerhörter Berühmtheit brachten: der Malerin Angelika Kauffmann (1741-1807). Die vorliegende Auswahl vereinigt einige ihrer bekanntesten Briefe an illustre Zeitgenossen wie Klopstock, Goethe oder Anna Amalia von Sachsen-Weimar. Sie enthält aber auch geschäftliche und familiäre Korrespondenz sowie Briefe an befreundete Künstlerinnen und Auftraggeberinnen. Ausgewählt, kommentiert und mit einer Einleitung von Waltraud Maierhofer.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.06.2000

Waltraud Maierhofer, Autorin der rororo-Monografie über Kauffmann, hat mit dieser Briefedition einen weiteren Baustein beigetragen, um das "romanhaft entstellte Bild" dieser Malerin "von seinen fälschenden Retouchen zu befreien", schreibt Hansjörg Graf. Eine kurzen Nacherzählung ihres äußeren Lebensganges - als Wunderkind schnell Mitglied der Akademien von Florenz und Bologna, Leben in London, dort Heirat und Umzug nach Rom - läßt Graf eine Diskussion besonders der Beziehung zwischen Angelica Kauffmann und Goethe folgen; ihren Briefwechsel hat er als Mittelpunkt des vorliegenden Bandes ausgemacht, wobei der Leser im Unklaren gelassen wird, wo Goethes Antwortbriefe an Kaufmann zu finden sind. Deutlich wird jedenfalls, dass die erfolgreiche Künstlerin dem Dichter gegenüber immer wieder ihre deprimierende Situation zwischen Auftragsarbeit und Selbstbestimmung beklagt. Ansonsten, hebt Graf hervor, hat sie sich ihr Leben lang in höchst pädagogischer Weise um Bildung und Ausbildung ihrer zahlreichen Verwandtschaft bemüht, ein Beweis dafür, dass "die weltgewandte Frau" sich "nie und nirgends von ihren Wurzeln" gelöst hat. Der Wert des Buches wird laut Graf durch den "üppigen Anhang" und eine informative Einleitung der Herausgeberin noch erheblich gesteigert.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999

Friedmar Apel begüßt diese "klug ausgewählte und reichhaltig kommentierte Briefsammlung" in einer ausführlichen Kritik, die er dazu nutzt, die Geschichte dieser erfolgreichsten Malerin des 18. Jahrhunderts nachzuzeichnen - ganz besonders weist er darauf hin, wie genau sie mit bestimmten Themen des 18. Jahrhunderts spielte und wie groß dabei ihr kommerzielles Gespür war. Auch auf das Verhältnis der Malerin zu Goethe, das hier in einigen Briefen dokumentiert ist, geht Apel ein. Apel lobt das "kenntnisreiche Vorwort" von Waltraud Maierhofer, kritisiert aber, dass der Band allzu sparsam mit Abbildungen ausgestattet sei.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren