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Angelika Kauffmann
Briefe einer Malerin
Klappentext
Man hat das 18. Jahrhundert das "Jahrhundert der Frauen" genannt. Die hier vorgelegten Briefe stammen von einer jener Frauen, die es zu Lebzeiten zu geradezu unerhörter Berühmtheit brachten: der Malerin Angelika Kauffmann (1741-1807). Die vorliegende Auswahl vereinigt einige ihrer bekanntesten Briefe an illustre Zeitgenossen wie Klopstock, Goethe oder Anna Amalia von Sachsen-Weimar. Sie enthält aber auch geschäftliche und familiäre Korrespondenz sowie Briefe an befreundete Künstlerinnen und Auftraggeberinnen. Ausgewählt, kommentiert und mit einer Einleitung von Waltraud Maierhofer.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.06.2000
Waltraud Maierhofer, Autorin der rororo-Monografie über Kauffmann, hat mit dieser Briefedition einen weiteren Baustein beigetragen, um das "romanhaft entstellte Bild" dieser Malerin "von seinen fälschenden Retouchen zu befreien", schreibt Hansjörg Graf. Eine kurzen Nacherzählung ihres äußeren Lebensganges - als Wunderkind schnell Mitglied der Akademien von Florenz und Bologna, Leben in London, dort Heirat und Umzug nach Rom - läßt Graf eine Diskussion besonders der Beziehung zwischen Angelica Kauffmann und Goethe folgen; ihren Briefwechsel hat er als Mittelpunkt des vorliegenden Bandes ausgemacht, wobei der Leser im Unklaren gelassen wird, wo Goethes Antwortbriefe an Kaufmann zu finden sind. Deutlich wird jedenfalls, dass die erfolgreiche Künstlerin dem Dichter gegenüber immer wieder ihre deprimierende Situation zwischen Auftragsarbeit und Selbstbestimmung beklagt. Ansonsten, hebt Graf hervor, hat sie sich ihr Leben lang in höchst pädagogischer Weise um Bildung und Ausbildung ihrer zahlreichen Verwandtschaft bemüht, ein Beweis dafür, dass "die weltgewandte Frau" sich "nie und nirgends von ihren Wurzeln" gelöst hat. Der Wert des Buches wird laut Graf durch den "üppigen Anhang" und eine informative Einleitung der Herausgeberin noch erheblich gesteigert.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999
Friedmar Apel begüßt diese "klug ausgewählte und reichhaltig kommentierte Briefsammlung" in einer ausführlichen Kritik, die er dazu nutzt, die Geschichte dieser erfolgreichsten Malerin des 18. Jahrhunderts nachzuzeichnen - ganz besonders weist er darauf hin, wie genau sie mit bestimmten Themen des 18. Jahrhunderts spielte und wie groß dabei ihr kommerzielles Gespür war. Auch auf das Verhältnis der Malerin zu Goethe, das hier in einigen Briefen dokumentiert ist, geht Apel ein. Apel lobt das "kenntnisreiche Vorwort" von Waltraud Maierhofer, kritisiert aber, dass der Band allzu sparsam mit Abbildungen ausgestattet sei.
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