Bücherschau der Woche
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Claus-Steffen Mahnkopf
Kritische Theorie der Musik
Klappentext
Mahnkopf zeichnet den Wandel des Musikbegriffs seit der späten Moderne und in der Postmoderne nach, diskutiert die Ergebnisse im Lichte der Philosophie und Soziologie - vor allem mit Benjamin, Adorno, Luhmann, Habermas und Derrida - und verbindet sie mit einer konkreten Kulturkritik im Medienzeitalter. Ferner erörtert er die Musik in ihren verschiedenen Disziplinen - wie Aufführungspraxis, Musikwissenschaft, Musikpädagogik -, äußert sich zum Musiktheater, zieht Parallelen zur Architektur und unterbreitet Vorschläge für die Weiterentwicklung der Musik. Absicht dieses Buches ist nicht nur, eine begriffliche Reflexion der Musik in der Gegenwart zu ermöglichen, sondern auch eine Perspektive aufzuzeigen, welcher Ort der Musik in einer zukünftigen Weltgesellschaft zukommen könnte und sollte. Insofern sieht sich die Kritische Theorie der Musik selber als Teil der modernen Kultur und Kulturkritik.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.11.2006
Beeindruckt ist Gerhard R. Koch von Claus-Steffen Mahnkopfs an Adornos kritische wie ästhetische Theorie anknüpfende "Kritische Theorie der Musik". Als Intention des Autors macht er eine "Geschichtsphilosophie aus dem Geist einer radikalkritischen Avantgarde" ausfindig. Dabei sieht er zwar die Musik im Mittelpunkt der Überlegungen, unterstreicht aber, dass das Werk auf das Ganze zielt, kann es freie Musik nach Ansicht des Autors doch nur in einer freien Gesellschaft geben. So verbinde der Autor den ästhetischen Diskurs mit gesellschafts-, kultur- und systemkritischen Erörterungen. Die Schärfe der Analysen scheint Koch oft berechtigt, nur manchmal ist ihm Mahnkopfs Kulturpessimismus zu viel. Ausführlich berichtet er über den Ansatz des auf immer größere Differenzierung und Determinierung zielenden kompositorischen Kompleximus zur Realisierung der freien Musik. Empfehlen kann er die Lektüre auch Lesern, die sich nicht nur für Musik interessieren, schließlich biete das Werk mit seinen Perspektiven zu Literatur, Philosophie, Soziologie, Psychoanalyse, Theater und Film eine Fülle von Einsichten.
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