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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Carl-Ludwig Holtfrerich
Finanzplatz Frankfurt
Von der mittelalterlichen Messestadt zum europäischen Bankenzentrum
Klappentext
Dargestellt wird hier die Entwicklung Frankfurts zum führenden Finanzplatz Deutschlands und zu einem der wichtigsten europäischen Finanzzentren. Friedrich von Metzler, persönlich haftender Gesellschafter des Bankhauses B. Metzler seel. Sohn & Co., skizziert schließlich die Zukunft Frankfurts als Finanzplatz. Das Bankhaus B. Metzler seel. Sohn & Co. hat dieses Buch angeregt und nachhaltig gefördert. Das Vorwort schrieb Jürgen Jeske, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.10.2000
Reinhart Blomert berichtet von einem interessanten Buch, das einen vermeintlich trockenen Stoff bewältigt - auf drei Ebenen. Wie sich die Amerikaner gegen die anderen Alliierten durchsetzten, um Frankfurt als zentralen Finanzplatz auszubauen, das sei bisher überhaupt nicht bekannt, schreibt Blomert. Es sei wohl einmalig in der Welt, dass Regierungssitz und Standort der Notenbank nicht eins wären. An die Standortfrage anknüpfend, handelt Holtfrerich im weiteren Verlauf Frankfurt als historische Geld- und Handelsstadt ab, wo Handwerk und Großbürgertum einander gegenüberstanden. Die lokale Geschichte wiederum verbindet der Autor mit einer allgemeinen Geschichte des Kreditgewerbes, die sich an der Entwicklung der Stadt Frankfurt bis heute problemlos nachvollziehen lässt. Obwohl als Festschrift für ein Bankhaus in Auftrag gegeben, sei dieser Umstand der Studie Holtfrerichs nicht anzumerken, bemerkt Blomert am Ende positiv.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 09.12.1999
Christopher Kopper beschränkt sich in seiner Rezension fast vollständig darauf, die Geschichte Frankfurts als Bankenzentrum in einem kurzen Abriss zu beschreiben. Damit tut er dem Buch gleichzeitig den größten Gefallen, denn so manches Detail in Koppers Rezension erweist sich als überraschend und ist geeignet, den Leser äußerst neugierig zu machen. Dass Holtfrerich sich in seinem Buch nicht nur auf Banken- und Börsengeschichte beschränkt, sondern auch den sozialen und politischen Kontext behandelt, scheint für Kopper die eigentliche Stärke des Buches auszumachen. Auch habe Holtfrerich hier zum ersten Mal die Rolle der Alliierten bei Frankfurts Aufstieg zum Bankenzentrum beschrieben.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999
Theo Waigel, Kohls Finanzminister höchstpersönlich, durfte die Kritik dieses Buchs schreiben und legt dabei ein charmantes Amtsdeutsch an den Tag. Auch in diesem Jargon kann man übrigens eitel sein - denn Waigel vergisst es nicht, mehrfach auf seine eigenen Verdienste um den "Finanzplatz Frankfurt" hinzuweisen. Ja, er war das mit der europäischen Zentralbank. Holtfrerichs Werk bespricht Waigel sehr positiv. Besonders interessieren Waigel seine Darlegungen über die "Standortfaktoren": Wie ist zu erklären, dass Frankfurt, und nicht irgendeine andere Stadt zum zentralen Finanzplatz Deutschlands wurde? Weil es eben zentral liegt, so referiert Waigel aus dem Buch, weil es eine relativ liberale "freie Reichsstadt" war, weil es von der Weltläufigkeit jüdischer und nicht-jüdischer Zuwanderer profitierte, und weil Berlin nach dem Krieg als Konkurrenz ausfiel.
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