Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
3 Audio-Cds mit 195 Minuten Laufzeit. Nach dem Tod der jungen Geigerin Hannah treffen sich ihr Vater, der erfolgreiche Schriftsteller Hermann Krämer, und sein Jugendfreund Arnold in der Suite eines Luxushotels. Ihr Gespräch wird für Hermann zur Konfession, zur Lebensbeichte, an deren Ende er das Geheimnis aufdeckt, das beider Leben seit langem überschattet. Und es ist ein Requiem für Hannah. Sie hat mit vier Jahren begonnen, Geige zu spielen, und es darin zu großer Meisterschaft gebracht. Für Hermann ist sie das Zentrum seines Seins, bewundert, gehütet, über alles geliebt. Doch sie ahnt nichts von dem Geheimnis ihrer Herkunft.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.08.2004
Tobias Lehmkuhl ist alles andere als begeistert. In der Rahmenhandlung, die den Rezensenten stark an Sandor Marais "Die Glut" erinnert, treffen sich zwei alte Freunde und sprechen über ihre Liebe zur gleichen Frau und deren Tochter Hannah. Diese Enthüllungen schockieren Lehmkuhl aber nicht, sondern wirken auf ihn "allzu kalkuliert". Auch können die Inhalte der Gespräche den Rezensenten nicht begeistern: "Hier wird etwas psychologisiert, da ein wenig philosophiert und am Ende gibt es eine dicke Umarmung der beiden übrig gebliebenen". Dabei sprechen ihm die Figuren zu korrekt, so dass sie "hölzern und unnatürlich" wirken. Besonders stört Lehmkuhl der "Hauch des Tragischen", der die Erzählung ständig begleite und der Lesung einen "angestrengten und anstrengenden Ernst" verleihe, der nur "seltenst" durch Tempowechsel durchbrochen wird. Der Rezensent weiß deshalb bedauernd, dass er ein paar Minuten später das ganze Buch wieder vergessen werde.
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