Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Armin Mueller-Stahl

Hannah

Gelesen vom Autor. 3 CDs

Cover: Hannah

Audio Verlag, Berlin 2004
ISBN-10 3898132951
ISBN-13 9783898132954
CD, 22,95 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

3 Audio-Cds mit 195 Minuten Laufzeit. Nach dem Tod der jungen Geigerin Hannah treffen sich ihr Vater, der erfolgreiche Schriftsteller Hermann Krämer, und sein Jugendfreund Arnold in der Suite eines Luxushotels. Ihr Gespräch wird für Hermann zur Konfession, zur Lebensbeichte, an deren Ende er das Geheimnis aufdeckt, das beider Leben seit langem überschattet. Und es ist ein Requiem für Hannah. Sie hat mit vier Jahren begonnen, Geige zu spielen, und es darin zu großer Meisterschaft gebracht. Für Hermann ist sie das Zentrum seines Seins, bewundert, gehütet, über alles geliebt. Doch sie ahnt nichts von dem Geheimnis ihrer Herkunft.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.08.2004

Tobias Lehmkuhl ist alles andere als begeistert. In der Rahmenhandlung, die den Rezensenten stark an Sandor Marais "Die Glut" erinnert, treffen sich zwei alte Freunde und sprechen über ihre Liebe zur gleichen Frau und deren Tochter Hannah. Diese Enthüllungen schockieren Lehmkuhl aber nicht, sondern wirken auf ihn "allzu kalkuliert". Auch können die Inhalte der Gespräche den Rezensenten nicht begeistern: "Hier wird etwas psychologisiert, da ein wenig philosophiert und am Ende gibt es eine dicke Umarmung der beiden übrig gebliebenen". Dabei sprechen ihm die Figuren zu korrekt, so dass sie "hölzern und unnatürlich" wirken. Besonders stört Lehmkuhl der "Hauch des Tragischen", der die Erzählung ständig begleite und der Lesung einen "angestrengten und anstrengenden Ernst" verleihe, der nur "seltenst" durch Tempowechsel durchbrochen wird. Der Rezensent weiß deshalb bedauernd, dass er ein paar Minuten später das ganze Buch wieder vergessen werde.

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Krisen des modernen Ichs

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