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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Anton Bruhin

Spiegelgedichte

und weitere Palindrome 1991-2002

Cover: Spiegelgedichte

Urs Engeler Editor, Basel 2003
ISBN-10 3905591626
ISBN-13 9783905591620
Gebunden, 179 Seiten, 23,00 EUR

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Klappentext

Während 11 Jahren, zwischen den beiden Palindromjahren 1991 und 2002, hat Anton Bruhin Palindrome geschrieben, deren virtuose Sammlung hier vorliegt: die Palette reicht von würzigen Vierzeilern und stattlichen Vielstrophern bis hin zu seitenlangen Kaskaden und gar einem ganzen Singspiel. Ihr Witz besteht nicht allein darin, dass sie von ihrem Anfang wie von ihrem Ende her gelesen werden können: Ein Hirn, das in Palindromen denkt, dreht definitiv anders.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.12.2003

Paldindrome sind Wortgebilde, die man vorwärts und rückwärts lesen kann, erklärt Martin Zingg die hohe Kunst des Dichtens, für die das Palindrom die Königsdisziplin darstellt. Für den Dichter heißt das, schlussfolgert Zingg, ständig auf der Lauer zu sein und die Sprache auf die Möglichkeit doppelter Lesbarkeit abzuklopfen. Ein Beispiel gibt Zingg auch gleich: "Betone Note B" - das klinge einfach und habe auch immer etwas höchst Rigides, Unumstößliches stellt Zingg fest, da die Spielregel ein starres Gebäude sei. Und doch, meint er, atmeten Bruhins Palindromgedichte trotz des engen Korsetts und setzten manchmal verblüffende Sinneffekte frei. Palindrome wollten nicht mehr bedeuten als sie buchstäblich sagen, freut sich Zingg, darin läge ihr ganzer Charme. Anton Bruhin belässt es nicht bei einfachen Wendegedichten, so der Rezensent erfreut, er experimentiere darüber hinaus mit anderen lyrischen Mitteln, Alliterationen, Anaphern, Reimen, ja sogar mit Metaphern, und werde gegen Ende immer vertrackter und verspielter, wo er über tausend Zeilen von "Purismus mit Sirup" zu einer Palindromsäule auftürme.

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