Bücherschau der Woche
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Annette Kilzer (Hrsg.)
Bruce Willis
Klappentext
Bruce Willis zählt zu den gefragtesten Stars in Hollywood. Mit den STIRB LANGSAM-Filmen stieß er in die erste Riege der Actiondarsteller vor, aber anders als vielen seiner Kollegen ist ihm eine gehörige Portion Selbstironie zu eigen: coole Sprüche, ein markantes Grinsen und ein ruppiger Charme sind seine Markenzeichen geworden. Und obwohl der ehemalige Lastwagenfahrer und Barkeeper heute einer der Großverdiener der Branche ist, war sich Bruce Willis nie zu schade, in Nebenrollen aufzutreten oder ? unter Verzicht auf seine üblichen Millionengagen ? in kleinen Produktionen mitzuwirken. Das Buch schildert seine außergewöhnliche Karriere von den Anfängen beim Fernsehen über seinen Durchbruch als Actionheld bis zu seinen erfolgreichen Versuchen, sich als Charakterdarsteller zu etablieren. Zudem beschreiben die Autoren Bruce Willis` Rollen und kommentieren jeden seiner Filme, seine TV-Serien und Gastauftritte. Das Buch ist mit 943 Fotos und Sequenzen bebildert, von denen 916 eigens für dieses Buch erstellt wurden.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.11.2000
Es ist was anderes, sich nach einem Kinofilm in Bemerkungen zum Proll-Charme des Leinwandhelden zu ergehen oder darüber ein Buch zu schreiben, findet Alex Rühle. Bei Annette Kilzer kommen nämlich, so schreibt er, nur "tautologische Sätze im Fanzine-Ton" zwischen "hagiographischer Bewunderung" und "Haarwuchsproblemen" heraus. Gut gelungen findet er aber aber die Filmanalysen anderer Autoren im selben Band. Vor allem Georg Seeßlens postmoderne Deutung der "Die Hard"-Filme hat es dem Rezensenten angetan.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.09.2000
Nach Ekkehard Knörer wird dieser Band Bruce Willis nicht gerecht. Denn seiner Ansicht nach ließe sich gerade an Willis hervorragend aufzeigen, "was das postmoderne Hollywood-Kino" ausmacht. Diese Gelegenheit wird nach Knörers Ansicht jedoch nicht genutzt. Er vermisst ein schlüssiges Konzept bzw. eine Anordnung, stört sich an dem Übermaß an Klatsch und überflüssigen Details und vor allem an dem "kumpelhaften Ton", der - wie er vermutet - eine Nähe zu Willis demonstrieren soll und doch nur zeigt, dass dieser "gründlich unterschätzt" wird. Gut gefällt ihm jedoch der Beitrag von Georg Seesslen, der hier die "Stirb langsam"-Serie analysiert und dabei "Willis` Spiel als Hysterisierung des Action-Genres" beschreibt. Auch Christoph Haas` Text zu dem Film "Mercury Rising" bietet nach Knörers Ansicht interessante Aspekte, etwa da, wo er eine Nähe zu den "B-Movies der vierziger und fünfziger Jahre" herstellt. Allerdings hätte dies gerne ausführlicher ausfallen können, findet der Rezensent. Die übrigen Beiträge des Bandes findet er in qualitativer Hinsicht recht unterschiedlich. Großes Lob hat er für die Auswahl der Bilder übrig, die seiner Meinung nach oft viel mehr aussagen, als die Beiträge, zu denen sie ausgesucht wurden.
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