Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Kurt Baudisch. Die Rivalität zwischen Deutschland und Russland war maßgebend für die fatale Entwicklung Europas im 20. Jahrhundert. In ihrem scharfsichtigen Rückblick auf die wechselhaften Beziehungen beider Länder gelingt es der amerikanischen Russland-Expertin Angela Stent überzeugend, Schlüsselszenen deutsch-russischer Politik, insbesondere den Prozess der deutschen Einheit, im historischen Kontext zu deuten.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.05.2001
Die Geschichte des Verhältnisses zwischen Deutschland und Russland findet Ulrich Ernst besonders interessant, weil dieses Verhältnis durchweg in einem Spannungsfeld von Konfrontation und Kooperation gestanden habe. Die Frage, wie sich die Beziehungen beider Staaten in Zukunft entwickeln könnten, stünden im Zentrum der Betrachtungen von Angela Stents Buch. Als Beraterin für Osteuropa im US-amerikanischen Außenministerium hatte sie Gelegenheit, das Zusammenspiel der Akteure intensiv zu beobachten, berichtet der Rezensent. Ihre Abhandlung sei kein historischer Abriss, beziehe aber trotzdem auch die Geschichte der Wiedervereinigung und die Einheit selbst mit ein. Und zwar verständlich und mit dem Blick fürs Wesentliche, lobt Ernst. An dem dritten Teil der Untersuchung - die Zukunft der deutsch-russischen Beziehungen - übt er aber Kritik. Man könne Russlands Suche nach einer nationalen Identität und nach seiner internationalen Rolle im 21. Jahrhundert nicht mit der Deutschlands im 20. Jahrhundert vergleichen, so Ernst. Hier sieht der Rezensent denn doch deutliche Unterschiede in der Geschichte des jeweiligen Landes. Trotzdem findet er Stents Betrachtungen aber insgesamt interessant und lesenswert - gerade weil die Zusammenarbeit mit Russland auch in Zukunft schwer vorhersagbar sei.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.10.2000
Der Leser dieses Buches, erfahren wir von Rezensent Hermann Graml, erhält ein mit "eindrucksvoller Kennerschaft entworfenes, übersichtliches und stimmig erscheinendes Bild sowohl des historischen Ablaufs wie der künftigen Möglichkeiten" der deutsch-russischen Beziehungen. Das führt Graml auch auf das politische Insiderwissen der Autorin zurück, die früher Staatswissenschaft lehrte, und nun als Osteuropaexpertin dem Planungsstab im amerikanischen Außenministerium angehört. Der Rezensent stellt Aufbau und Kernthesen des Buches vor, lobt das scharfe analytische Auge der Autorin, wirkt manchmal allerdings ein bisschen enttäuscht, wenn "taktvolles Understatement" nicht zu vergleichbaren scharfen Formulierungen führt.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 10.08.2000
Überzeugt und angetan zeigt sich Michael Thumann von der Studie der Autorin, die das Verhältnis von Deutschland und Russland während der Wiedervereinigung untersucht. Ihr sei eine "dichte Beschreibung" der dramatischen Entwicklung gelungen, lobt der Rezensent, die durch viele aussagekräftige Zitate untermauert werde. Zudem mache die Autorin deutlich, dass die Wiedervereinigung, so wie sie schließlich stattgefunden hat, nicht zuletzt durch Unentschlossenheit und Uneinigkeit in der Sowjetführung zustande gekommen sei.
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