Bücherschau der Woche
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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Wer sich in den Landschaften dieses Bestiariums verliert, spaziert mit den Augen in die Pracht tropischer Gärten. Der Maler Aloys Zötl, ein Färbermeister aus Österreich, zeigt Flora und Fauna in paradiesischer Harmonie. Menschen kommen darin nicht vor. Federn, Pelze, Schuppen, Hörner, die wilde Schönheit exotischer Tiere haben Zötl so fasziniert, dass er sie mit unendlicher Sorgfalt, Detaillust und in betörenden Farben aufs Papier gebracht hat. Nicht immer naturwissenschaftlich korrekt, sondern mit der Phantasie des genialen Naiven beschreibt er Nashorn, Gepard, Biber, Kamel oder Schlange, versetzt seine Geschöpfe in blühende Gärten. Mit diesen Bildern lehrt er Kinder das Staunen vor Zauber, Luxus und den Wundern der Natur. Den 13 Blättern aus Zötls Werkstatt sind 13 lustige, nachdenkliche Texte beigegeben: Prosa und Poesie von Polgar, Gernhardt, Ringelnatz, von Ludwig Fels, Matthias Koeppel, Georg Heym u.v.a.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 06.07.2000
Wahrscheinlich hat er seine Modelle in Wirklichkeit nie gesehen, mutmaßt Karla Schneider über den österreichischen Sonntagsmaler Aloys Zötl (1803 - 1887), der von Beruf Färbermeister war. Besonders die Farbgebung und Hintergrundgestaltung seiner Tierporträts haben es der Rezensentin angetan. Für jedes Tier habe er eine eigene Landschaft entworfen, schwärmt sie, dem Klima und Temperament des Tieres angemessen, stets in dezenter farblicher Abstimmung, ohne Treibhausschwüle oder knallige Exotik. Dankenswerter Weise hätten die Herausgeber auf betuliche Knittelverse für Kinder verzichtet und stattdessen Autoren wie Gernhardt, Polgar, Heym und Ringelnatz die Ehre erwiesen.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.06.2000
Zwei aufwendige Bilderbücher aus dem Aufbau-Verlag hat sich Gundel Mattenklott angesehen.
1) Enzensberger/Leins: "Mond und Muschel"
Ins Schwärmen gerät sie beim Blättern in Enzensbergers Auswahl von kurzen Texten aus der aztekischen Naturgeschichte, deren Interesse nicht einer "Glaubens- und Wissensvermittlung" gelte, sondern der "ästhetischen Vergegenwärtigung". Auf ähnliche Weise hätten Rilke und Ponge im 20. Jahrhundert "die Dinge in der Sprache neu erschaffen". Viel Mühe gibt sich die Rezensentin dann, die Bilder Christiane Leins in lieblichster Kritikerprosa neu zu erschaffen, deren erstes Bilderbuch in ihr "Vorfreude auf weitere Bilder aus ihrer Hand" geweckt haben.
2) Aloys Zötl: "Spaziergang ins Paradies"
"Naturbetrachtungen zwischen Poesie und Biologie" sind laut Gundel Mattenklott der Schwerpunkt dieses Buches, das mit Bildern eines österreichischen Liebhaber-Malers des 19. Jahrhunderts ausgestattet ist. Auch Michael Sowa wird als Illustrator dieses Buches genannt, das in der Beschreibung durch die Rezensentin recht undeutlich bleibt. Viel Lob erhält Ute Blaich, die dies "ehrgeizige" Kinderbuchprogramm betreue. Die Tendenz zum "kostbar ausgestatteten Kinderbuch" wird von der Rezensentin ausdrücklich begrüßt, angesichts der vielen Billigprodukte in diesem Bereich. Es drängt sich allerdings der Verdacht auf, dass dies vielmehr ein Trend zum Kinderbuch für Erwachsene ist.
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