Aleida Assmann beschreibt in ihrem neuen Buch, wie in Deutschland Geschichte erinnert, sinnlich erlebt und in medialen Inszenierungen repräsentiert wird. Dabei spannt sie einen beeindruckenden Bogen vom Erfahrungs-, Generations- und Familiengedächtnis über die historische Kulisse der Architektur bis hin zu Ausstellungen, medialen Inszenierungen und Nachstellungen von Geschichte. Ein "Muss"für alle, die verstehen wollen, auf welcher Basis sich das deutsche Geschichtsbewusstsein zu Beginn des 21. Jahrhunderts neu organisiert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 11.12.2007
Der Rezensentin Anne Fuchs gefällt, wie Aleida Assmann mit "gewohnter Souveränität" den "Verschiebungen im deutschen Geschichtsbewusstsein" nach dem Mauerfall nachspürt. Ihre Analyse endet mit einem "Plädoyer für eine pluralisierte Geschichtsauffassung" und einem neuen Blick auf eine akademische Disziplin, die nicht mehr nur an Universitäten stattfindet, sondern längst zum "kulturellen Wirtschaftsfaktor" geworden ist. Sie hält die "Epoche nationaler Entsagung" zwar für Geschichte, hält aber Abstand zu den "konservativen Schlussstrichlern".
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