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Klappentext
Leo von Klenze, Hauptschöpfer des "neuen" München, zählt zu den bedeutendsten deutschen Architekten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Eine kritische Gesamtdarstellung seines Werkes war seit langem ein Desiderat. Vor dem Hintergrund der architekturgeschichtlichen Krise der Epoche würdigt diese Monographie unter Einbeziehung umfangreichen neuen Quellenmaterials erstmals in ihrem inneren Zusammenhang Bauten, Projekte und Theorien dieses einflußreichen Architekten.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.05.2000
Erst lässt Rezensent Roman Hollenstein einige Münchner Bauten Leo von Klenzes aufleuchten, einem "Hauptmeister des europäischen Klassizismus". Dann wendet er sich Adrian von Butlars "methodisch überzeugender" Monographie zu, die Hollensteins Ansicht nach "weit über die hymnische Monographie eines Oswald Hederer (1964)" hinausgeht. Endlich erfahre der Architekt Ludwigs I. die Würdigung, die seinem preußischen Kollegen Schinkel schon lange zuteil geworden sei. Man erfährt viel über von Klenzes baugeschichtliche Einordnung, biographische Details und auch einiges über die Gründe der verspäteten Wahrnehmung von Klenzes: angefangen bei zeitgenössischen Querelen bis hin zur Vereinnahmung des Klenzeschen Klassizismus durch nationalsozialistische Architekten, der Klenze allerdings, so Hollenstein, mit seiner "Verquickung von neuhellenischer Architektur und arischer Rassenideologie selbst Vorschub" geleistet hat. Hollenstein lässt an vielen Stellen durchblicken, dass ihn von Buttlars Prachtband ziemlich beeindruckt hat. Eine ideale Ergänzung, findet er, zu einem Werkverzeichis, das ab Mitte Mai 2000 eine Klenze-Ausstellung im Münchner Stadtmuseum begleitet.
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