Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Günter Kunert

So und nicht anders

Ausgewählte und neue Gedichte

Cover: So und nicht anders

Carl Hanser Verlag, München 2002
ISBN-10 3446201386
ISBN-13 9783446201385
Gebunden, 168 Seiten, 14,90 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Der Zeitpunkt ist gekommen, einen Blick auf das halbe Jahrhundert zu werfen, das Günter Kunert so ironisch und illusionslos begleitet hat. Seit 50 Jahren hat er Gedichtbände veröffentlicht. "So und nicht anders" vereinigt zum ersten Mal das, was für Kunert bleibt von seinem umfangreichen lyrischen Werk.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 14.11.2002

Es gibt einen neuen Gedichtband von Günter Kunert, in dem neben bereits bekannten, auch zwanzig bisher unveröffentlichte Gedichte aus den vergangenen drei Jahren enthalten sind, informiert Jürgen Verdofsky. In seiner ausführlichen Besprechung bemüht sich der Rezensent vor allem, dem Eindruck zu widersprechen, Kunert sei wegen seiner kompromisslosen Weltsicht, in der "die Erlösung keinen Raum gewinnt", als "tiefschwarzer Fatalist" einzuordnen. So diagnostiziert Verdofsky Kunert zwar das Wissen um die Zerstörung als poetische Bilanz des neuen Bandes, verweist aber abschließend darauf, dass der Poet im realen Leben keineswegs in der Hoffnungslosigkeit versinke.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.03.2002

Es fällt schwer, das lyrische Werk Günter Kunerts zu mögen, so teilt Burkhard Müller gleich am Anfang seiner Besprechung aus, bescheinigt dem Lyriker aber immerhin Unverwechselbarkeit. Müller zeichnet nach, wie die verschiedenen Lebensalter das Werk Kunerts prägen, ausgehend von dem an Brecht und eine gesellschaftliche Solidarität glaubenden Zwanzigjährigen. Doch ist es für Müller erst die "nüchternen Melancholie" des reifen Kunert, die seine Gedichte bedeutend macht. Unter dem Fatalismus der Geschichte entdecke Kunert die "wahrhaft schreckensvolle Tiefe" des Natürlichen. Erschüttert fragt sich der Rezensent, wie lange der Lyriker "dieses Aug in Aug mit dem Nichts" ertrage. In Kunerts Alterswerk schließlich ist die Melancholie von der puren Depression abgelöst worden, befindet Müller. Kunerts Lyrik wie sie sich in dem Gedichtband "Mein Golem" präsentiere, sei "ein notgeborenes uneigentliches Reden, wie es aus den Entzückungen der Mystiker dringt". Von dieser schwarzen Mystik bleibe lediglich Asche übrig. Kunerts letzte Gedichte erscheinen dem Rezensenten wie erloschen.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus
Anzeige
Hanser bei Facebook

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren