Die Autobiografie Kurt Frankes ist die eines Berliner Jungen aus gutbürgerlichen Verhältnissen, der nach Notabitur, Kriegserfahrung und -gefangenschaft zum Sozialisten wurde. Er studierte in Berlin Medizin und machte nach seiner "Emigration" in die DDR eine beachtliche Mediziner-Karriere. Sportarzt "Knie-Franke" schreibt über seine Entwicklung, berichtet über Ereignisse, Stationen und auch über einzelne Fälle. Dabei verbindet er Persönliches mit Gesellschaftlichem.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.03.2002
"Knie-Franke", erfährt man von Rezensent F.P., hieß dieser Mann zu DDR-Zeiten, ein Arzt, der nun unter die Schriftsteller gegangen ist. F.P. ist er nicht sympathisch, ein guter Arzt mache noch lange keinen guten Schriftsteller, meint er abschätzig. Franke jedenfalls war jahrelang Chefarzt im Krankenhaus Berlin-Pankow, wo er als Sporttraumatologe viele berühmte DDR-Sportler wie auch Prominente behandelte. Was gefällt "F.P:" nicht? 1. Franke kenne keine Selbstzweifel, schreibt er. 2. Franke hege auch heute keine Zweifel an der DDR. 3. Sprachlich sei Franke über das Verlautbarungsdeutsch der DDR nicht hinaus gekommen. Fazit: Über die DDR lässt sich auf diese Weise nichts erfahren. Das Buch beinhalte ein paar Studentenwitze, alte Ressentiments gegen die Bundesrepublik, ein bisschen Promi-Klatsch und eine verlogene Sicht auf die DDR und ihr Gesundheitssystem.
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