Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Thomas Gunkel, Volker Oldenburg, Kathrin Razum und Marion Sattler-Charnitzky. Paul Auster legt hier, fußend auf einem von ihm entworfenen Projekt des öffentlichen US-Rundfunks, eine Sammlung wahrer Geschichten von Hörern vor. Mal lustig, mal traurig - und stets anrührend - sind sie, und vor allem direkt aus dem Alltag der Menschen gegriffen. Paul Auster hat sie aus viertausend Einsendungen so ausgewählt, dass sie das Denken, Träumen und Hoffen einer ganzen Nation widerspiegeln.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.03.2002
Interessant findet der Rezensent Hans-Peter Kunisch auf jeden Fall, was Paul Auster als Herausgeber so an wahren Geschichten aus dem zeitgenössischen Amerika zusammengetragen hat. Das liegt aber nicht an der hohen literarischen Qualität der von Nichtschriftstellern im Rahmen eines Wettbewerbs beim öffentlich-rechtlichen Radio eingesandten Geschichten (obwohl er zugesteht, dass "einige dieser kurzen Geschichten brillant geschrieben sind"), sondern daran, dass sie eine Menge über die Befindlichkeiten und Zustände der USA vor dem 11. September aussagen. So findet er es bemerkenswert, dass es wenige Beiträge der viel erwähnten "ethnischen Minderheiten" gibt und dass die USA offensichtlich ein Land sind "das an seinen Familien leidet und Trost in romantischer Liebe und gescheiten Tieren findet". Die "Jagd nach den Gewöhnlichkeien des Lebens" erkennt Kunisch als repräsentativ für den Mainstream der amerikanischen Literatur. Und da passt dieses Buch gut zu dem Land, in dem es entstanden ist, so lautet das Fazit von Hans-Peter Kunisch.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 21.02.2002
Die von Paul Auster zusammengestellte Anthologie hat sich "merkwürdig verwandelt", erklärt Rezensent Dieter Hildebrandt, der das Buch vor dem 11. September zu lesen begonnen hatte. Vor den Terroranschlägen habe er die Sammlung der von Radiohörern eingesendeten Geschichten wie ein gesellschaftliches "Psychogramm" verstanden, in dem "ein großes Land seine kleinen Pointen auswirft". Beispielsweise die Erzählung über eine Demonstration des Ku-Klux-Klans kam dem Rezensenten wie "Trivialisierung, Verrat eines heiklen Themas amerikanischer Gegenwart an die Humoreske" vor. Heute jedoch, durch die Ereignisse in den USA habe sich die Wahrnehmung dieser Schilderungen im Kopf des Lesers verändert, "wirkten sie nicht mehr wie ein Übermaß an Idylle, sondern wie Ruhe vor dem Sturm", die eine merkwürdige "Ungeschütztheit" der amerikanischen Gesellschaft offen legen, so Dieter Hildebrandt.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








