P.G. Wodehouse

Onkel Dynamit

Roman
Cover: Onkel Dynamit
Edition Epoca, Zürich 2001
ISBN 9783905513264
Gebunden, 304 Seiten, 19,94 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Thomas Schlachter. Lord Ickenhams leicht angesäuselte, gleichzeitig aber unerschütterliche Gutherzigkeit ergießt sich diesmal über seinen leicht dümmlichen Neffen Reginald (Pongo) Twistleton und dessen schüchternen Jugendfreund Bill Oakshott, die beide dieselbe Frau begehren. Die Bemühungen des wohltätig gesinnten und praktisch veranlagten Aristokraten, der es zu seiner Lebensmaxime erhoben hat, Licht und Sonnenschein in alle Herzen zu zaubern, stiftet scheinbar hoffnungslose Verwirrungen an.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.10.2002

Thomas Hermann freut sich sehr, dass nun der zweite und dritte Roman dieses englischen Schriftstellers, der von 1881 bis 1975 lebte, in deutscher Übersetzung erschienen ist. In "Onkel Dynamit" sieht er die typischen Ingredienzien der Romane des Autors versammelt: den "englischen Humor" und das "konsequent Anachronistische", die als modernste Zutaten den "Sportwagen" zu bieten haben. Allerdings fühlt sich der Rezensent aufgerufen, den sprichwörtlichen englischen Humor noch einmal zu spezifizieren. Er findet ihn in den "witzigen und raschen Dialogen" und auch in der Situationskomik, die sich nicht zuletzt in der "kaum zu überbietenden Banalität der Konflikte" zeigt. Und jedem "schüchternen Liebhaber" möchte er vor allem die "Ickenham-Methode" ans Herz legen. Leider verrät der Rezensent nicht, was sich hinter der Methode verbirgt, doch kann der Leser davon ausgehen, dass sie in jedem Fall stark auf den Lachmuskel wirkt. Zum Schluss preist Hermann noch einmal die "äußerst gelungene" Übersetzung und die "pfiffige" Gestaltung der Ausgabe.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.04.2002

P. G. Wodehouse macht süchtig, warnt Rezensent Volker Breidecker den geneigten Leser vorweg. Breidecker, der ein eingefleischter Wodehouse-Fan zu sein scheint, kann sich vor Freude kaum halten, dass der bereits 1948 erschiene Roman "Onkel Dynamit", -einer von über hundert Wodehouse-Romanen- nun erstmals in einer deutschen Übersetzung vorliegt. Über den wirren Inhalt des Romans möchte der Rezensent nicht allzu viel verraten. Immerhin lässt sich seiner Rezension entnehmen, dass "britische Nervensägen" darin eine Hauptrolle spielen und eine ganze Reihe "menschlicher Irrungen, Wirrungen und sogar Verlöbnisse aufgelöst werden müssen". Auch die liebenswerte, bibliophile Aufmachung des Buches, die zum Diebstahl geradezu animiere, bekommt vom Rezensenten ein sattes Lob. Insgesamt erfährt man nur wenig über Wodehouse' Roman. Aber soviel ist sicher: der Rezensent ist begeistert und lechzt nach mehr.

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